Wein

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Peter Hille: Wein (1879)

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Du mein Wein, Adelsblut der Natur,
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Nicht wahr, du lebst,
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Du fließendes Juwel?
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Wenn du dich im Lenz erhebst
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Und an die Fässer pochst,
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Willst du hinaus,
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Unband du,
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Hinaus zu den Deinen,
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Die da blühen und innig duften
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Auf sanfterlesenen Hängen um braunes Gemäuer.
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Wie's da rüttelt dein Feuer,
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Dein Leben!
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Wie viel Geschlechter hast du schon selig gemacht:
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Männer mit reinheitstarrenden Ehrenkrausen
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Auf rankendem, schwarzdamastenem Taft,
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Du glutetest ihnen die kühnen, hellen Augen,
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Die weit die Lande umfassen
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Und folgen den palmenzuwinkenden Schiffen,
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Wagemutigen Meeresboten,
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Die den gedankenglutenden Westen,
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Den süßentzündeten Süden
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Mit stählernem Norden
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Tauschen wollen.
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Du nährst die schwimmende Träne des Mannes,
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Der allüberwindenden Stärke,
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Die Träne, die nur Sieger fühlen ...
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Und an die klar gestaltete Glut
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Deiner rebkrausen Ratskellerfenster,
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Die tief in die Seele
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Scheinen festliche Andacht,
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Schlug das welterobernde Lachen
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All dieser sieghaft heitern Geschlechter.
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Du aber throntest
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Hoch auf mächtigem Rund
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Deines flüssigen Reiches:
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Eine bübisch lächelnde, schelmische Sonne.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Peter Hille
(18541904)

* 11.09.1854 in Erwitzen, † 07.05.1904 in Groß-Lichterfelde

männlich, geb. Hille

deutscher spätromantischer und naturalistischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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