Siehe, da ruhet Das

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Peter Hille: Siehe, da ruhet Das Titel entspricht 1. Vers(1879)

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Siehe, da ruhet Das
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Und ist alles.
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Saft träumt.
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Prinzeßlein spielt
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Und weiß von keinem Schloß,
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Von Morgen nicht und Abend.
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Männlein schlagen Purzelbaum,
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Drollig vergrämte
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Purzelbäume schlagen sie
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Über braunweitgreifende Wurzeln.
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Und essen Wurzeln,
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Trinken Quell,
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Und schlafen zwischen Wurzeln in Nischen.
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Listig behutsam, tappen beschleichende Finger
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Lichtlang die schlanken grauen Stämme,
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Die Zweige spannen.

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Was war das?
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Ein Dunkles?
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Nur ein Gedanke.
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Wie gar heiter ruht das Blau
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Wie das was ist.

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Verwunderte Gegend lieblicher Ode,
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Bangen,
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Wohliges Drängen,
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Frühes Fleisch
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Duftiges Erliegen.
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Graue zottige Bärte fahren
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Über zerrieseltes Leuchten,
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Stöhnende Wonne des Wachseins
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Ein rauschendes Duften:
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All das perlende Moos.

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Vier Schwingen tauschen
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In blauen Bahnen
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Ein rüstiger Anruf
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Beieinander,
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Fort sind beide –
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Da –
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Dort!

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Pfade spielen,
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Warnender Pfiff,
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Springende Bogen,
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Ein Strom von Hirschen
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Raschelt tiefer hinab.
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Ein spähender Pfeil,
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Trifft sie das schauende Licht
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Meines heiligen Auges.

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Herbsthoher Dom
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Hohe Weihrauchscheine,
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Leuchtende Geister
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Schwingen leicht
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Hin die prallen, blauen Strahlen.
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Eine graue Leiche
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Halten sie hochgebahrt
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Und singen Requiem ...

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Heiter ruhet,
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Heiter ruhet das Blau,
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Wie was ist,
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Taten schlummern
59
Immer.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Peter Hille
(18541904)

* 11.09.1854 in Erwitzen, † 07.05.1904 in Groß-Lichterfelde

männlich, geb. Hille

deutscher spätromantischer und naturalistischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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