An die Hoffnung

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Peter Hille: An die Hoffnung (1879)

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Als geschwunden der kindische Wahn,
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Es würde sich klären
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Das Chaos, die Träume,
4
Sich klären zur Dichtung,
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Werden zur Wahrheit, – –
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Als gewichen der Wahn,
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Wie stand ich verzweifelt,
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Starrte ins Leere,
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In trostlose Nacht!

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Sollte mein Auge
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Geworfen nur haben
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Den Unglücksblick
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Ins Strahlenmeer der heiligen Dichtung,
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Daß ich wanke
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Ins Dunkel,
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Wanke ins graue
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Leben des Alltags?
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Tiefe, traurig tiefe Nacht!

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Da seh' ich ein Licht,
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Ein schwaches schwankendes Licht,
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Es wird größer, wird heller. –
22
Verschwunden ist's. –
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Da leuchtet es wieder,
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Größer und größer,
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Ich sehe den Stern,
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Der tröstend mir winkt.

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Sehe beleuchtet von ihm
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Deine rosigen Finger,
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Dein holdes Gesicht,
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O du meine Hoffnung!
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Es lichtet schon mehr sich und mehr
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Das trübe Dunkel.
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Entgegen schon seh ich mir schimmern
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Den Himmel des Ruhmes,
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An deiner Hand
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Erreich ich ihn bald.
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Glück nur und Dank und strebender Eifer
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Schwellt die freudige Seele,
39
Noch eben umnachtet!
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Dank dir, innigster Dank
41
Dir, Trösterin Hoffnung.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Peter Hille
(18541904)

* 11.09.1854 in Erwitzen, † 07.05.1904 in Groß-Lichterfelde

männlich, geb. Hille

deutscher spätromantischer und naturalistischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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