Ich lag und schlief im Windsgebraus

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Paul Heyse: Ich lag und schlief im Windsgebraus Titel entspricht 1. Vers(1872)

1
Ich lag und schlief im Windsgebraus,
2
Da hab' ich ein Gesicht geschaut.
3
Viel Gäste kamen zu mir ins Haus,
4
Mein kleines Hündchen winselte laut.

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Ich kannte sie alle ganz genau,
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Es ward geschmaust, getanzt, gescherzt.
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Ich saß bei meiner lieben Frau
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Und sah, wie sie ihr Jüngstes herzt'.

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Sie war ein wenig blaß und still,
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Doch schön wie je und sanft und gut.
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Sie sprach: Was nur das Hündchen will?
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Ich sprach: Es bellt aus Übermut.

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Mein Vater schenkte vom besten Wein
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Und rief: Das Leben, es lebe hoch! –
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Meine Mutter lud zum Essen ein:
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Kommt, Kinder, wir haben Vorrat noch!

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Meine Jugendfreunde traten heran,
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Das Glas in der Hand, und tranken mir zu.
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Ich leerte das meine und rief: Wohlan,
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Auf Brudertreue in Kampf und Ruh'!

21
Dann faßt' ich meiner Liebsten Hand,
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Sie küßte mich sanft und sprach: Gute Nacht!
23
Ich muß nun fort in ein andres Land;
24
Nimm unsre kleinen Kinder in acht! –

25
Da schrie ich auf und sah mich verwaist,
26
Da krähte der Hahn, und der Morgen graut'.
27
Mit den Toten hatt' ich zu Nacht gespeist –
28
Mein kleines Hündchen winselte laut.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Paul Heyse
(18301914)

* 15.03.1830 in Berlin, † 02.04.1914 in München

männlich, geb. Heyse

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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