Einst fiel dem Löwen ein, es wäre

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Gottlieb Konrad Pfeffel: Einst fiel dem Löwen ein, es wäre Titel entspricht 1. Vers(1786)

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Einst fiel dem Löwen ein, es wäre
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Doch gegen eines Königs Ehre
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Und gegen das
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Daß er sich selbst sein Futter schaffe.
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Sein weises Ministerium,
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Der Fuchs, der Büffel und der Affe,
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Trat des Monarchen Meynung bey.
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Sogleich gebot er allen Thieren,
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Ihm einen Schoß von Korn und Heu
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Und Wildpret jährlich abzuführen.
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Der Esel mußte das Edict,
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Als Wappenherold bunt geschmückt,
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An allen Ecken ausposaunen.
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Das Volk vernahm es mit Erstaunen:
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Es drang sich in Proceßion,
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Wie dort in Vater Noahs Kasten,
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Vereint vor des Monarchen Thron
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Und wollte von den neuen Lasten
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Befreyet seyn. Der Elephant
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Sprach männlich als Repräsentant:
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Wie, Herr, was konnte dich bewegen,
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Uns diese Steuer aufzulegen?
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Schweig, fiel ihm der Despot hier ein,
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Uns Könige darf Zevs allein
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Zur Rechnung ziehen. Loser Spötter!
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Versetzt der Bär, erst gestern noch
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Sprachst du, es gäbe keine Götter.
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Nun ward man laut. Der Menge kroch
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Das Ding zu Kopfe. Schließlich machte
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Das Volk mit reifem Vorbedachte
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Die Bill: daß, weil ein Großsultan
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Den höchsten Richter unsrer Thaten
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Verachten oder läugnen kann,
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Man vor der Hand den Autokraten
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Verpflichten soll, der Nation
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Von seiner Wirtschaft auf dem Thron,
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Mit unter auch von seinem Leben
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Genaue Rechenschaft zu geben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottlieb Konrad Pfeffel
(17361809)

* 28.06.1736 in Colmar, † 01.05.1809 in Colmar

männlich, geb. Pfeffel

deutscher Schriftsteller, Kriegswissenschaftler und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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