Des Kriegs mit Schwerdt und Worten müde

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Gottlieb Konrad Pfeffel: Des Kriegs mit Schwerdt und Worten müde Titel entspricht 1. Vers(1787)

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Des Kriegs mit Schwerdt und Worten müde
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Floh Carl der fünfte von dem Thron
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In eine Zelle, suchte Friede,
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Und fand ihn hier. Dem Göttersohn
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Gab nun sein Gärtchen mehr Vergnügen
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Als einst Paviens Lorberfeld,
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Nicht Cäsar mehr war er noch Held,
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Doch blos um über sich zu siegen.
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Sein Zeitvertreib war Gottes Welt
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Mit ihrem großen Bilderbuche,
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Und die mechanischen Versuche.
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Auf Turrianos Geist gestützt
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Schuf er oft wandelnde Figuren
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Mit Dädals Kunst aus Holz geschnitzt;
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Sein liebstes Spiel trieb er mit Uhren,
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Er drehte sie wie sonst den Staat,
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Zerlegte, prüfte jedes Rad,
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Und zeigte jedem seine Sphäre.
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Einst sann er wochenlang darauf,
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Ob es denn wohl nicht möglich wäre,
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Zwo Pendeluhren gleichen Lauf
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Und einen gleichen Ton zu geben,
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Allein umsonst war seine Müh,
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Umsonst auch seines Freunds Bestreben.
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Ey, rief er endlich lachend, sieh!
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Es will uns nicht einmal gelingen,
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Zween Seiger in ein Joch zu zwingen,
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Und mir und meiner Priesterzunft
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Kam es zu Sinne, die Vernunft
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Von Tausenden und ihr Gewissen
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In eine gleiche Form zu gießen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottlieb Konrad Pfeffel
(17361809)

* 28.06.1736 in Colmar, † 01.05.1809 in Colmar

männlich, geb. Pfeffel

deutscher Schriftsteller, Kriegswissenschaftler und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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