Ein Kater, welcher sich den Ruhm des Weisen

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Gottlieb Konrad Pfeffel: Ein Kater, welcher sich den Ruhm des Weisen Titel entspricht 1. Vers(1788)

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Ein Kater, welcher sich den Ruhm des Weisen
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Bey seinem Volk erwarb, fiel in Melancholie
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Und sah durchs Mikroskop der düstern Phantasie,
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Wo er nur gieng und stand ein Heer von Fledermäusen.
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Umsonst bemühte sich der Freunde treues Chor,
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Von Aerzten unterstützt, den Irrwahn zu besiegen,
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Er sah die Thiere nach wie vor
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Um seinen Kopf, wie Jesuiten, fliegen:
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Oft schoß er als ein Pfeil auf die verwünschte Brut
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Und haschte nichts; allein statt sie zu dämpfen
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Vermehrte das nur seine Wuth.
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Oft schloß er, matt von den erhitzten Kämpfen,
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Die Augen zu. Vergebens schloß er sie:
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Auch dann noch sah er Fledermäuse.
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So trieb ers lang. Einst jagt ihn die Manie
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In eines Kirchthurms Uhrgehäuse;
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Hier fieng er wirklich eine Fledermaus.
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Da sieht mans, rief nun Murner aus,
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Die Narren wollten mir die Wahrheit disputieren,
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Nun kann ich sie handgreiflich überführen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottlieb Konrad Pfeffel
(17361809)

* 28.06.1736 in Colmar, † 01.05.1809 in Colmar

männlich, geb. Pfeffel

deutscher Schriftsteller, Kriegswissenschaftler und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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