Mit einer buhlerischen Zofe

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Gottlieb Konrad Pfeffel: Mit einer buhlerischen Zofe Titel entspricht 1. Vers(1787)

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Mit einer buhlerischen Zofe
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Der Venus, die mit ihm vom Hofe
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Zu Paphos insgeheim entflohn,
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Erzielte Plutus einen Sohn.
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Ein hübsches Kind, das seine Tante
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Fortuna selbst ein Wunder nannte
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Und Luxus hieß. Doch sagte schon
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Der klügste seiner sieben Pathen,
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Ein alter Augur, zum Papa,
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Der Junge würde schlecht gerathen.
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Er sog so derb an der Mama,
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Die selbst die geile Brust ihm reichte,
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Daß, ehe sie ihn jährig sah,
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Die Schwindsucht ihr die Wangen bleichte.
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Als Jüngling wälzte sich der Gauch
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In Schwelgerey, hielt Concubinen,
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Gab Feste, brämte seinen Bauch,
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Und schickte des Papa Zechinen
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Für Dunst nach Ost und Westen ab.
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Als dieser ihm mit ernsten Mienen
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Den weisen Rath zu sparen gab,
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Erschlug ihn der verruchte Bube.
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Nach Beute schnaubend, wie ein Bär,
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Drang er in seine Wechselstube,
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Und fand statt einer Silbergrube,
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Die Kisten und die Schränke leer.
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Nun ward ihm wohl ein wenig bange:
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Doch er verkaufte, borgte, stahl;
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Allein auch das trieb er nicht lange,
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Und starb zuletzt im Hospital,
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Als Mörder seiner selbst, am Strange.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottlieb Konrad Pfeffel
(17361809)

* 28.06.1736 in Colmar, † 01.05.1809 in Colmar

männlich, geb. Pfeffel

deutscher Schriftsteller, Kriegswissenschaftler und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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