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Es stritten sich im Todesthal
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Um einen angekommnen Schatten.
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Es war ein armer Inquisit,
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Den wilde Priester in Madrid
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Zu Gottes Preis gebraten hatten.
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Der Dämon sprach: Er starb im Bann;
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Die Kirche selbst gab ihn der Hölle.
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Der Seraph: Redlich war der Mann:
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Im Paradies ist seine Stelle. –
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Sie kämpften lang, wie Michael
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Und Lucifer. Doch würklich neigte
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Der Sieg sich zum Ithuriel,
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Als sich der Inquisitor zeigte.
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Er hob den Hals wie ein Kameel
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Und schwang ein Kreuz. Der Schatten bebet
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Und schmiegt sich an den Seraph an,
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Wie im zertrümmernden Orkan
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Der Scheiterer am Felsen klebet.
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»was! rief der Mönch mit stolzem Trutz,
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Dem Frevler, den mein Arm geschlachtet,
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Weil er den Rosenkranz verachtet,
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Gewährt ein Engel seinen Schutz?
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Ein Engel! Nein! mich zu verführen,
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Hüllt Satan sich in falsches Licht.«
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Itzt fieng er an, den Bösewicht
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Nach Würden zu exorzisieren;
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Allein des Seraphs Flammenblick
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Lähmt ihm die ausgestreckte Rechte.
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Hilf! heilger Vater Dominik!
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Rief er, hilf deinem treuen Knechte!
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Der Vater Dominik erschien;
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Allein nicht mit dem Fluch im Munde,
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Nicht mit den Augen, die, dem Schlunde
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Der Hölle gleich, Verderben sprühn.
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An ihren Wimpern glänzten Thränen,
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Geweint um eine schwere Schuld
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Beym Allerbarmer auszusöhnen,
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»mein Sohn! sprach er mit sanfter Huld:
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Nicht um den falschen Wahn zu nähren,
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Den du von mir geerbet hast,
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Nein, um die Täuschung zu zerstören,
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Um Schaam und Reue dich zu lehren,
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Erschein ich dir.« Der Mönch erblaßt
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Und sinkt dem Vater vor die Füße.
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»o Sohn! wie viele Finsternisse,
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Fuhr dieser seufzend fort, zerstreut
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Der große Tag der Ewigkeit.
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Vernimm, daß Gott die Sektenstifter,
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Die Kirchenräuber, die Vergifter,
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Selbst die Erobrer minder straft,
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Als die Tyrannen der Gewissen,
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Um meine blinde Wuth zu büßen,
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Die Myriaden hingerafft,
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Muß ich schon seit fünfhundert Jahren
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Die bleichen Schatten der Barbaren
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Von meiner Zunft dem ernsten Ort
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Der Reinigung entgegenführen:
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Und eher schließt das Allmachtswort
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Der Gnade mir des Himmels Thüren
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Nicht auf, als bis zum Heil der Welt,
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Dein Richterstuhl in Staub zerfällt.«
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Er schweigt und öfnet ihm die Höhle
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Der Buße. Stumme Traurigkeit
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Begleitet ihn. Zu gleicher Zeit
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Trägt der Olympier die Seele
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Des Märtyrers ins Paradies.
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Ha! rief der Dämon, der die Zähne
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Mit stillem Grimm zusammenbiß:
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Ein Glück ists, daß die Erdensöhne
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Des Muckers Rede nicht gehört,
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Dann wüßten erst die Hierarchen,
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Inquisitoren und Monarchen,
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Was den Verfolgern widerfährt;
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Sie steckten bald des Würgens müde,
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Das orthodoxe Rachschwerdt ein:
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Und macht einmal die Kirche Friede,
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Wer möchte da noch Teufel seyn?