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Ich stand, der höchste, grünste Baum,
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Vor Zeiten froh im Waldesraum.
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Mir galt der Sonne erster Kuß,
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Ich brachte, war sie schon geschieden,
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Dem Wanderer zum Abendfrieden
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Von ihr noch einen Purpurgruß.
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Da sah mich ernst der Küfer ragen,
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Der kam und hat mich schnell erschlagen.
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Ade! Ade! du grüner Hain!
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Du Sonnenstrahl und Mondenschein!
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Du Vogelsang und Wetterklang,
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Der freudig mir zur Wurzel drang!
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Die Waldeslust ist nun herum,
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Ich wandre nach Elysium.
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Ihr Bruderbäume, folgt mir nach
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In dieses himmlische Gemach;
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O nehmt das Los der Auserkornen
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Von all den tausend Waldgebornen,
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Das schöne Los, das große Los:
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Tief in des Grundes kühlem Schoß
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Ein Faß zu sein, ein Faß zu sein,
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Nicht so ein stillverlaßner Schrein;
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Ein Faß, dem lieben Wein ergeben,
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Der Erde heilges Herzblut hüllend,
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Den Zecher durch und durch erfüllend!
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Komm, komm, bewegter Erdengast,
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Und halte hier vergnügte Rast.
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Mach dir das Herz im Weine flott,
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Schenk ein! trink aus! merkst du den Gott?
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Braust dir der Geist durchs Innre hin,
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Von dem ich selber trunken bin?
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Er ist so feurig, süß und stark:
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O schlürf ihn ein ins tiefste Mark! –
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Nun Wandrer, wandre selig heiter
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Von Faß zu Faß forttrinkend weiter!
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Schon tauchen dir im Rosenlichte
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Herauf gar liebliche Gesichte:
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Manch teures längst verlornes Gut,
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Die Träum aus deinen Jugendjahren,
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Sie kommen dir auf Weinesflut
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Jetzt frisch und froh herangefahren.
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Schenk ein! – du fühlst die alten Triebe
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Zu kühner Tat hinaus! hinaus!
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Du gibst den Kuß der ersten Liebe;
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Schenk ein! du stehst im Vaterhaus.
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Wohl dir! wohl dir! schon bist du trunken,
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Und Gram und Sorgen all versunken;
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Wir schützen dich, hier packt dich nicht
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Ihr freches, quälendes Gezücht,
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Wir stehen Faß an Faß zusammen,
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Wir lassen unsre Waffen flammen;
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Und heimlich hinter unsern Bäuchen
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Muß dir die Zeit vorüberschleichen.
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Schenk ein, schenk ein, nur immer zu!
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Und hat der Gott dich ganz durchflossen,
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Laß tragen dich von flinken Rossen
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Nach dem Hesperien Friedrichsruh.
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Dort schwanke unter grünen Bäumen
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Mit deiner Last von Himmelsträumen,
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Und lausche dort den Harmonien,
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Die durch den Zaubergarten fliehen.
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Ein voller stürmischer Akkord
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Nimmt dich an seinen Geisterbord,
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Irrt weit mit dir von hinnen, weit,
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Hinaus ins Meer der Trunkenheit!