Als Thiers die Welschen aufgerührt hatte

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Ernst Moritz Arndt: Als Thiers die Welschen aufgerührt hatte (1814)

1
Und brauset der Sturmwind des Krieges heran,
2
Und wollen die Welschen ihn haben,
3
So sammle, mein Deutschland, dich stark wie ein Mann
4
Und bringe die blutigen Gaben,
5
Und bringe das Schrecken und trage das Grauen
6
Von all deinen Bergen, aus all deinen Gauen,
7
Und klinge die Losung:

8
Sie wollen's; so reiße denn, deutsche Geduld,
9
Reiß durch von dem Belt bis zum Rheine!
10
Wir fordern die lange gestundete Schuld –
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Auf! Welsche, und rühret die Beine!
12
Wir wollen im Spiele der Schwerter und Lanzen
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Den wilden, den blutigen Tanz mit euch tanzen,
14
Wir klingen die Losung:

15
Mein einiges Deutschland, mein kühnes, heran!
16
Wir wollen ein Liedlein euch singen
17
Von dem, was die schleichende List euch gewann,
18
Von Straßburg und Metz und Lothringen:
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Zurück sollt ihr zahlen, heraus sollt ihr geben!
20
So stehe der Kampf uns auf Tod und auf Leben!
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So klinge die Losung:

22
Mein einiges Deutschland, mein freies, heran!
23
Sie wollen, sie sollen es haben.
24
Auf! Sammle und rüste dich stark wie ein Mann
25
Und bringe die blutigen Gaben!
26
Du, das sie nun nimmer mit Listen zersplittern,
27
Erbrause wie Windsbraut aus schwarzen Gewittern!
28
So klinge die Losung:

(Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich von Editura GmbH & Co. KG (Digitale Bibliothek) digitalisiert, vom TextGrid-Verbund erworben und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Ernst Moritz Arndt
(17691860)

* 26.01.1769 in Groß Schoritz, † 29.01.1860 in Bonn

männlich, geb. Arndt

deutscher Historiker, Publizist und Politiker

(Aus: Wikidata.org)

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