Klage um drei junge Helden

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Ernst Moritz Arndt: Klage um drei junge Helden (1814)

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Ich mag wohl traurig klagen,
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Gar mancher klagt mit mir:
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Drei Helden sind erschlagen
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In grüner Jugend Zier;
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Es waren drei junge Reiter,
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Sie zogen so fröhlich hinaus,
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Sie zogen gar balde weiter
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Zu Gott in das himmlische Haus.

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In Mansfelds edlen Bergen
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Weht edle Freiheitsluft,
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Da kriecht es nicht von Schergen,
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Da lügt kein Schelm und Schuft,
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Da wächst das freie Eisen,
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Da wächst der freudige Mut,
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Und alle, die Männer heißen,
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Sind reisig und tapfer und gut.

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In Mansfeld war geboren
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Das fromme, deutsche Kind,
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Der Freund, den wir verloren,
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Wie wenig Freunde sind,
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Der Eckardt
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Dem Gott und das Vaterland rief,
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Nun schlummert der junge Leue
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Im Grabe so still und so tief.

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Auf Leipzigs grünen Felden –
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O Leipzig, hoher Klang! –
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Da traf's den jungen Helden,
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Daß er vom Rosse sank.
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Das war ja sein frommes Lieben
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Bei Tage und bei Nacht,
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Das hatt' ihn hinausgetrieben
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In den Tod, in die mordische Schlacht.

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Wohl dir! Du hast's errungen
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Mit deines Blutes Born,
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Die Schande ward bezwungen
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Vom edlen Freiheitszorn;
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Doch müssen wir andern weinen
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Und klagen im bittern Schmerz:
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Solange die Sterne scheinen,
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Schlug nimmer ein treueres Herz.

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Es thront am Elbestrande
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Die stolze Magdeburg,
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Ihr Ruhm klang durch die Lande,
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Ihr Unglück auch hindurch,
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Als Tilly dem wilden Feuer
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Einst sie zu verzehren gebot;
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Da trug sie den Witwenschleier,
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Denn ach, ihre Schöne war tot.

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Sie mag ihn wieder nehmen,
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Ihr starb ihr bester Sohn,
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Er ging, ein großer Schemen,
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Hinauf zu Gottes Thron,
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Da hießen den Schönen, Frommen,
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Der kam aus dem heiligen Streit,
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Die Englein alle willkommen
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Zur ewigen, himmlischen Freud'.

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Wohl viele sind gepriesen
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Im großen deutschen Land,
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Doch dich, mein frommer Friesen
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Hat Gott allein gekannt;
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Was blühend im reichen Herzen
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Die Jugend so lieblich verschloß,
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Ist jeglichem Laut der Schmerzen,
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Ist jeglichem Lobe zu groß.

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War je ein Ritter edel,
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Du warst es tausendmal,
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Vom Fuße bis zum Schädel
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Ein lichter Schönheitsstrahl;
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Mit kühnem und stolzem Sinne
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Hast du nach der Freiheit geschaut,
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Das Vaterland war deine Minne,
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Es war dir Geliebte und Braut.

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Du hast die Braut gewonnen
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Im ritterlichen Streit,
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Dein Herzblut ist verronnen
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Für die viel edle Maid;
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In Welschland von grimmen Bauern
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Empfingst du den tödlichen Streich,
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Drob müssen die Jungfraun trauern,
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Die Blume der Schönheit ist bleich.

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Hoch im Cheruskerlande
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Da steht ein altes Schloß
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Auf grüner Bergeshalde,
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Wovon mein Stolberg
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Es sandte herrliche Boten
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Schon aus in grauester Zeit,
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Die klagten bei hohen Toten,
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Gefallen im Vaterlandsstreit.

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Davon lebt auch noch heuer
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Wohl mancher Name wert:
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Der Vater schwingt die Leier,
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Der Sohn, der schwingt das Schwert;

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Wie jener es vorgesungen,
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So machte ihm dieser es nach:
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Was frühe dem Knaben geklungen,
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Das bringet der Jüngling an 'n Tag.

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Es scholl die Kriegsdrommete
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Des welschen Aufruhrs neu,
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Sie klang wie Hochzeitflöte
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Dem Grafen stolz und frei,
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Da ließ er sein Hengstlein zäumen,
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Da hängt' er den Säbel frisch ein
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Und sprengte mit heldlichen Träumen
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Gar lustig wohl über den Rhein.

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Sein Traum ist nun erfüllet
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Von deutscher Herrlichkeit,
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Sein Durst ist nun gestillet
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Nach edlem deutschen Streit;
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Er ritt mit den tapfern Reitern
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Zum Kampfe nach Brabant hinab,
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Da schuf er den Blumen und Kräutern
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Ein rotes, blutiges Grab.

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Was Lenz und Sonne schufen
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Im bunten Rosenmai,
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Das stampften Rosseshufen
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Im Junius inzwei!
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Auch lag in der Jugend Schöne
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Mancher Jüngling die Felder entlang,
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Das Wehe der Klagetöne
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Von Müttern und Bräuten erklang.

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Auf Brabants grüner Aue,
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Sie heißet Sankt Amand,
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Da troff vom roten Taue
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Das Eisen mancher Hand,
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Mit Rotten aus Welschland trafen
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Die preußischen Reisigen dort,
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Da holte der Himmel den Grafen,
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Da riß eine Kugel ihn fort.

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Drum muß ich traurig klagen,
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Wohl mancher klagt mit mir,
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Drei Helden sind erschlagen
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In grüner Jugend Zier,
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Es waren drei holde Knaben,
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Sie waren so schön und so gut,
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Fürs liebe Vaterland haben
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Sie fröhlich vergossen ihr Blut.

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Schlaft still und fromm in Treue
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Bis an den Jüngsten Tag,
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Wo sich ein Morgen neue
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Euch wieder röten mag!
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Es blühet um euren Frieden
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Gedächtnis so golden schön:
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Im Siege ward euch beschieden
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Fürs Vaterland hinnen zu gehn.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ernst Moritz Arndt
(17691860)

* 26.01.1769 in Groß Schoritz, † 29.01.1860 in Bonn

männlich, geb. Arndt

deutscher Historiker, Publizist und Politiker

(Aus: Wikidata.org)

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