Öfn', o Teutona's Genius, dem Deutschen die Augen

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Öfn', o Teutona's Genius, dem Deutschen die Augen Titel entspricht 1. Vers(1796)

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Öfn', o Teutona's Genius, dem Deutschen die Augen,
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Dass er sehe den Gränzungskreis,
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Den du machtest für ihre beneidete Bildsamkeit, liebend
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In den gemessenen Raum sie riefst.
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Weise massest du ihn; und mit Seele schaute dein Blick hin,
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Da du führtest den goldnen Stab.
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Hörst du mein Flehen; so feyr' ich dir ein Fest an dem Tage,
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Welcher den Deutschen Luthern gab;
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Lasse des Auslands Sprachen vor dir in Tänzen vorüber
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Muthiger fliegen, oder gehn,
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Wenn ihr Leben sich senkt. Sie tanzen dann alle mir ihrer
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Haltung und Mine, mit ihrem Schwung,
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Ingles, und Hesperide, und Galliett', und Teutona's
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Schwestern, mit ihr gleichaltes Stams.
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Flöten ertönen! Ich seh den Genius schon in der Halle
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Stehn, und der Tänzerinnen Flug
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Mit dem Blicke begleiten. Den Sinn des Blickes bespähet
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Manche gewendete Tänzerin.
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Denn sie haben gehört von Teutona's strömenden Fülle,
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Und der lebenden tiefen Kraft,
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Die sie beseelet, gehört von dem Gränzungskreis', und dass weit sich
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Schwingen dürfe die Bildsamkeit!
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Aber sie hörten es halb nur; und vor dem bemerkenden führen
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Sie mit Stolze den Reigen fort!
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Guter Genius, edler, ich weiss, wenn du lächelst, und weiss es,
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Wenn auf der Stirne du Tadel wölkst:
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Aber ich schweige. Die Zeit thut einst des bemerkenden Spruch kund;
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Und dann schwindet, was Blendung war.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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