In dem Maye war ihr eben das swölfte Jahr

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Friedrich Gottlieb Klopstock: In dem Maye war ihr eben das swölfte Jahr Titel entspricht 1. Vers(1796)

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In dem Maye war ihr eben das swölfte Jahr
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Mit dem Morgen dahin geflohn.
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Dreyzehn Jahre, nun sie fehlten den siebzigen,
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Die den Frühling er wiedersah.
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Schön war die Laube, der Baum neben der Laube schön;
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Blüthe duftete gegen sie.
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Kont' er es ahnden? Er sass glühend vor Fröhlichkeit,
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Bey dem Reh in der Laube Duft,
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Zittert', ahndete nichts, Hell war ihr schwarzes Aug',
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Als zuvor er es niemals sah;
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Bald verstumt' er nicht mehr, stammelte, redete,
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Kosete, blickte begeisterter.
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»diesen Finger, nur ihn ... Schlank ist dein Wuchs, und leicht
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Senket der Tritt sich der gehenden.
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Ach den kleinen, nur ihn ... Röthlich die Wang, und doch
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Ist die Lippe noch lieblicher!
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Diesen schönsten, nur ihn gieb mir!« Sie gab zuletzt
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Alle Finger dem flehenden,
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Zögerte länger nicht mehr, wandte sich, sagt': Ich bin
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Ganz dein! leise dem glücklichen.
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Ida's Stimme war Luft, Ida, du athmetest
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Leichte Töne, die zauberten.
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Küsse kant' er noch nicht; aber er küsst' ihr doch
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Schnell die lebenden Blicke weg.
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Und nun bleiben sie stehn, schweigen. Die Schwester ruft
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In den kühleren Sohattengang.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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