Nichts von dem, was der Franke des Guten verhiess, und des Edlen

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Nichts von dem, was der Franke des Guten verhiess, und des Edlen Titel entspricht 1. Vers(1795)

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Nichts von dem, was der Franke des Guten verhiess, und des Edlen,
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Nichts von Allem diesen geschah;
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Wie es auch mit entzückendem Ton die Beredtsamkeit aussprach,
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Und die Begeistrung es hob.
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Aber alles geschah, was je die stärksten der Worte
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Schreckliches nanten, oder was nie
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Selbst der Sprachen redendste nicht au nennen vermöchte,
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Alles, alles dieses geschah!
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Und je schwärzer es war, je grausender, ungeheurer,
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Desto öfter geschah's.
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Ha was wählest du dir, dich zu trösten? blutige Thränen?
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Oder der Franken ewigen Hass?
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»nein, die Thräne nicht, und nicht den Hass. Ich verachte
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Jeden, der rasen die Rasenden liess.«
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Aber fluchest du nicht den Rasenden? »Wer zum Steine
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Wurde, verstumt.«
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Hätt' ich euch nur nicht gerührt, ihr Saiten, die von der vertilgten
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Freyheit sangen, und gleich
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Tönten dem ernsten klagenden Bach, der mit der Zipresse
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Neben Begrabenen rauscht.
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Denn ihr strebtet umsonst den tiefgetrofnen zu heilen;
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Risset die Wunde nur auf.
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Wer an dem Frühlingsmorgen der neugeborenen Freyheit
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Meine Freuden empfand,
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Der allein, und kein anderer fühlt den innigen Schmerz auch,
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Welcher jetzo die Seele mir trübt.
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O vergäss' ich auf immer! Denn Linderung wird mir, so lang mich
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Kühlet ein Trunk aus Lethe geschöpft.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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