»göttinnen wird die Göttin gebären!« sang ich verkündend

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Friedrich Gottlieb Klopstock: »göttinnen wird die Göttin gebären!« sang ich verkündend Titel entspricht 1. Vers(1794)

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»göttinnen wird die Göttin gebären!« sang ich verkündend,
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Da sie noch verwandelt nicht war, die heilige Freyheit,
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Noch Alekto nicht war! geworden zur Nacht der Tag nicht,
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Noch die Welt zum Chaos nicht.

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Falsches hab' ich verkündet. Die Göttin hat nicht geboren;
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Aber Alekto! »Eya, Poleya schlaf, Eumenidchen,
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Schlaf, du kleine Megära! (die Mutter sang's) Der Rhodan
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Schweig', Alektochen, dir im See.

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Tisiphonchen, beginn an dem Lächeln die Mutter zu kennen,
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Am sardonischen! Aber o schrey dich nicht blau nach den Kugeln,
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Süsse Tochter; da sind sie, und marmorne nicht! da sind auch
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Zündbare Kügelchen ohne Zahl!

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Wie du so schnell das Spiel mit den Kugeln, und Kügelchen lernest,
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Nächtliche, schwarzbehautete! Wie dir die Schlang' in dem Haarbusch,
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Schreckenblickende, steiget, so bald in den Todesschlummer
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Eya, Poleya aus Eisen sing.

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Mütter sind blind; ich bin's nicht. Du bist eine wahre Megära!
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Gleichest mir, wie dem andern ein Dracheney. An dem Rhein kam's
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Todt mir zur Welt; du lebest, lebst! und des Schwachen spott' ich,
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Der dich, Göttergeburt, verkent.

21
Tochter, dir wurde Geist; du verstehst die Mutter, sie warnt dich:
22
Lass dich niemals blenden den Wahn der westlichen Thörin!
23
Ungethanes Gesetz ist (wähnet sie) leerer Schall, ist
24
Bild des Künstlers, das eilet, bleibt.«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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