Mach, Apoll, dass mein Lied, bat Hemis opfernd dem Gotte

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Mach, Apoll, dass mein Lied, bat Hemis opfernd dem Gotte Titel entspricht 1. Vers(1789)

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Mach, Apoll, dass mein Lied, bat Hemis opfernd dem Gotte,
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Gleich dem Bilde Pigmalions sey:
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Dass es die Kunst verberge, doch nicht dem beschauenden Richter:
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Dieser suche sie, finde sie schnell.
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O dann rolle der stolze Rapsod' es zusammen, und sage
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Achselzuckend, es sey nicht für ihn.
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(artemis, trif den Rapsoden, den gleich Vergänglichheit ahndet;
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Weigert sich seinem Ton ein Gedicht.)
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Mache, Phöbus Apoll, dass mein Lied, bat Telon am Altar,
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Gleich dem Mädchen Pigmalions sey,
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Da verwandelt der Marmor nun war, die Wang' ihm entglühte,
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Da die Ader ihm schlug, und das Herz!
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Dass der Hörer, wie er beseelt, des Spühens vergesse
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Nach der Kunst, und so den Genuss
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Ganz geniesse! Doch brent ihn des Suchens Durst; so entdeck' er
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Selten gefundene, tiefere Kunst.
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Stille herschte, nach Hemis Gebet, um die schattenden Lorber;
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Aber nach Telons, rauschte der Hain.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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