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Pomares hohe Wittib ist erschienen
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Auf Huahin', ein königlicher Gast,
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Und Volk und Fürsten eifern ihr zu dienen;
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Sie strömen her aus allen Tälern fast,
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Tahitis Herrin huldigend, und bringen
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Zu ihren Füßen der Geschenke Last.
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Es bilden ihren Hofstaat und umringen
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Sie ihrer Mannen viele, was ersann
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Die Königin, willfährig zu vollbringen.
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Von diesen einer kam, der Zimmermann:
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»zum Bau des Schiffes fehlt ein starker Baum;
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Erhabne Herrin, weise den uns an.«
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Drauf sie: »Dort seht, in jenes Hages Raum,
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Den Brotfruchtbaum die volle Krone wiegen,
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Den fällt, den bessern findet ihr doch kaum.«
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Die Axt ward angelegt und mußte siegen,
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Der Stamm ward fortgeschafft, der Eigner fand
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Am Abend, als er kam, die Äste liegen.
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Er war ein armer Mann von niederm Stand,
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Ein rechtlicher, er nannte sich Tahute;
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Die Missionare haben ihn gekannt.
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Er forscht umher und fragt mit trübem Mute:
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»ihr lieben Nachbarn, sagt mir, was ihr wißt;
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Wer hat gefrevelt hier am fremden Gute?«
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Wie er es hört, die Ungebühr ermißt,
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Die ihm von der Gewaltigen geschehen,
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Dem Manne, der aus niederm Stand nur ist;
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Beschließt er vor den Richter gleich zu gehen:
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»es kamen auf, seit Christi Wort erscholl,
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Gesetze, soll die Willkür fortbestehen?«
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Ori, der Richter, hört ihn kummervoll,
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Und sendet alsobald den Boten hin,
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Der vor Gericht die Fürstin laden soll. –
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»ori, der Richter, spricht durch mich: ›Ich bin,
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Der morgen wird am Quell das Buch entfalten;
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Dich lad ich dort in Ehrfurcht, Königin.‹«
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Und wie des Morgens erste Stimmen hallten,
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Die Dämmrung mit der Finsternis noch rang,
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Und das Gebürg begann sich zu gestalten;
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Im kühlen Seewind noch die Palme schwang
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Ihr luft'ges Haupt, und nun aus dunkler Flut
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Der Siegesschild der Sonne flammend sprang;
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Da saß Ori, zu des Gesetzes Hut,
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Am Quell des Hügels mit dem Buche schon,
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Worauf des Unterdrückten Hoffnung ruht;
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Schon drängte sich zu einer weiten Kron
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Um ihn das Volk, es saß zu seiner Rechten
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Bereits die Fürstin auf erhabnem Thron;
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Und eine Schar von Höflingen und Knechten
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Umlagerte die Herrin; noch verlor
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Sich in dem Haufen, dem es galt zu rechten.
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Der Richter rief, und hielt das Buch empor:
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»hier gilt das Recht; wer klagen darf, der klage!«
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Da trat Tahute aus dem Volk hervor:
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»es stand ein Brotfruchtbaum in meinem Hage,
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Der sieben Mond im Jahr mich nebst den Meinen
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Ernährt' und Schirm uns gab am heißen Tage.
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Ich hatte selbst mein Haus mir unter seinen
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Weitausgespannten Ästen auferbaut,
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Und durfte wohlgemut mich glücklich meinen.
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Blick hin! von diesem Abhang überschaut
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Dein Blick dort unten das bewohnte Tal;
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Siehst du die Stütze noch, der ich vertraut?
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Dort ragt mein nacktes Dach im Sonnenstrahl,
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Dabei ein leerer Raum, – die weite Wunde,
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Die Lücke, – sieh! das ist des Frevels Mal.
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Denn gestern kam ich heim zur Abendstunde, –
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Verwaiset und verwüstet war der Ort,
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Ich forschte händeringend nach der Kunde;
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Zerhauen lagen rings die Äste dort,
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Der Wurzelstock verweinte seinen Saft,
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Allein der Stamm, der mächt'ge Stamm war fort.
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Sie sagen aus: dies Unheil hat geschafft
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Tahitis Königin, ihr Wille war es,
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Durch ihrer Mannen übermüt'ge Kraft.
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Ich weiß nicht, ob sie Falsches oder Wahres
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Berichten; laß sie reden, wann ich schweige;
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Von ihnen und der Königin erfahr es.
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Ich aber frage nun, indem ich zeige,
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Bekräftigend, ich sei befugt zu fragen,
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Hier meines abgehaunen Baumes Zweige:
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Was gilt nun das Gesetz, von dem sie sagen,
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Es sei erdacht zu unserm Schutz und Frommen,
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Die üpp'ge Macht der Willkür zu zerschlagen?
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Uns ist das Licht der heitern Lust verglommen, –
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Ihr saget ja, daß ihr an Christum glaubt! –
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Und soll die Zeit des Blutes wiederkommen?
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Nehm auch mein Leben, wer mein Gut mir raubt;
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Und mög ich liegen auf Oros Altar,
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Wie blutig einst schon meines Vaters Haupt!
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Als seine Tempel standen, ja, da war
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Die volle freud'ge Kraft noch unbezwungen,
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Die wogend Krieg und süße Lust gebar.
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Ward in der Männerschlacht der Speer geschwungen,
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Galt doch das Leben nur dem Dienst der Lust,
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Und nur das Lied der Freude ward gesungen.
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Nun schlägt der Sünder an die hohle Brust,
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Gesang und Waffenschall sind gleich verhallt;
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Der stille Sabbat jammert dem Verlust.
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Ich selber bin nun worden schwach und alt,
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Und wieder zweifelnd frag ich das Gericht:
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Gilt euer Recht? gilt wieder die Gewalt?«
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Er schwieg. Darauf Ori: »Der Kläger spricht,
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Du habest, Herrin, seinen Baum gefällt;
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Ist solches wahr?« und sie: »Ich leugn es nicht.« –
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»dir sei die eine Frage noch gestellt:
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Hast du gewußt, daß wir Gesetze haben,
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Und nicht der Eigenmacht gehört die Welt?
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Geschriebene Gesetze, die uns gaben,
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Nachdem wir selbst darüber uns vereint,
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Die, so nächst Gott sind über uns erhaben –«
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»ich wußt es – ja! doch hab ich auch gemeint,
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Den gottbestellten Herrschern sei verblieben
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Die Macht, die selbst ihr zu verkennen scheint.« –
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»hier ist das Buch; wo steht darin geschrieben,
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Den Herrschern vorbehalten sei die Macht,
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Zu halten und zu brechen nach Belieben?«
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Sie schwieg, den stolzen Blick verhüllt in Nacht.
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Den ihre Diener hatten holen müssen,
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Ein Beutel Piaster ward vor sie gebracht;
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Sie winkte herrisch, zu des Klägers Füßen
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Die königliche Spende zu verstreuen,
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Und dachte so für ihren Fehl zu büßen.
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»nicht also!« hub der Richter an von neuen;
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»erst sprich: War recht die Tat, die du begangen,
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Und scheinest jetzt, o Herrin, zu bereuen?«
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Sie sagte: »Nein! – ich habe mich vergangen.«
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Ihr Antlitz überflog ein roter Schein,
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Und Tränen stürzten über ihre Wangen.
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Der Richter sprach: »Der Kläger darf allein
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Den Preis bestimmen dem Gesetze nach.
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Tritt vor und fodre du, so soll es sein.«
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Tahute trat zum andern vor und sprach:
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»ich habe, was ich nur gewollt, erreicht;
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Gebüßet hat ihr Mund, was sie verbrach.
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Behalte, Herrin, deine Piaster; leicht
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Und mütterlich ernähret mich die Erde,
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Den nicht der Zorn ob Unbill mehr beschleicht.«
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Darauf Ori: »Ihr hört, daß der Beschwerde
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Entsagt hat, der die Klage hier erhoben,
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Und fürder Rechtens nichts begehret werde.
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Ihr mögt in Frieden gehn und Christum loben.«