Philine

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Johann Wolfgang Goethe: Philine (1795)

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Singet nicht in Trauertönen
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Von der Einsamkeit der Nacht;
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Nein, sie ist, o holde Schönen,
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Zur Geselligkeit gemacht.

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Wie das Weib dem Mann gegeben
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Als die schönste Hälfte war,
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Ist die Nacht das halbe Leben,
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Und die schönste Hälfte zwar.

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Könnt ihr euch des Tages freuen,
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Der nur Freuden unterbricht?
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Er ist gut, sich zu zerstreuen;
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Zu was anderm taugt er nicht.

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Aber wenn in nächt'ger Stunde
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Süßer Lampe Dämmrung fließt
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Und vom Mund zum nahen Munde
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Scherz und Liebe sich ergießt,

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Wenn der rasche lose Knabe,
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Der sonst wild und feurig eilt,
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Oft bei einer kleinen Gabe
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Unter leichten Spielen weilt,

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Wenn die Nachtigall Verliebten
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Liebevoll ein Liedchen singt,
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Das Gefangnen und Betrübten
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Nur wie Ach und Wehe klingt:

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Mit wie leichtem Herzensregen
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Horchet ihr der Glocke nicht,
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Die mit zwölf bedächt'gen Schlägen
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Ruh und Sicherheit verspricht!

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Darum an dem langen Tage
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Merke dir es, liebe Brust:
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Jeder Tag hat seine Plage,
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Und die Nacht hat ihre Lust.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Wolfgang von Goethe
(17491832)

* 28.08.1749 in Frankfurt am Main, † 22.03.1832 in Weimar

männlich, geb. Goethe

natürliche Todesursache | Herzinfarkt

deutscher Dichter, Dramatiker, Naturforscher und Politiker (1749–1832)

(Aus: Wikidata.org)

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