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Johann Wolfgang Goethe: 7 (1790)

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War unersättlich nach viel tausend Küssen,
2
Und mußt mit
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Nach herber Trennung tiefempfundnem Leiden
4
War mir das Ufer, dem ich mich entrissen,

5
Mit Wohnungen, mit Bergen, Hügeln, Flüssen,
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Solang ich's deutlich sah, ein Schatz der Freuden;
7
Zuletzt im Blauen blieb ein Augenweiden
8
An fernentwichnen lichten Finsternissen.

9
Und endlich, als das Meer den Blick umgrenzte,
10
Fiel mir zurück ins Herz mein heiß Verlangen;
11
Ich suchte mein Verlornes gar verdrossen.

12
Da war es gleich, als ob der Himmel glänzte;
13
Mir schien, als wäre nichts mir, nichts entgangen,
14
Als hätt ich alles, was ich je genossen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Wolfgang von Goethe
(17491832)

* 28.08.1749 in Frankfurt am Main, † 22.03.1832 in Weimar

männlich, geb. Goethe

natürliche Todesursache | Herzinfarkt

deutscher Dichter, Dramatiker, Naturforscher und Politiker (1749–1832)

(Aus: Wikidata.org)

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