Gute Nacht!

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Kurt Tucholsky: Gute Nacht! (1912)

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Ich geh mit meinen Wanzen schlafen,
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rotbraun und platt.
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Quartiert bin ich bei einem Grafen,
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der viele hat.

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Des Nachts, wenn alle Sterne funkeln,
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dann ziehen still
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die fleißigen Scharen hin im Dunkeln,
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wie Gott es will.

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Sie kommen aus den schmalen Ritzen,
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aus dem Parkett;
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die feinern aber fastend sitzen
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des Tags im Bett.

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Sie pieken mich. Es schwillt zu riesigen
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Fleischklümpchen an, was sie gepackt;
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das macht die Beißekunst der Hiesigen –
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die sind exakt.

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Sie pieken mich. Es juckt. Zum Glücke
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ist morgen alles wieder rein.
19
Und wenn ich eine sanft zerdrücke,
20
gedenk ich dein.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Kurt Tucholsky
(18901935)

* 09.01.1890 in Berlin, † 21.12.1935 in Göteborg

männlich, geb. Tucholsky

Suizid | Überdosis

deutscher Journalist und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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