4. Gesang

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Ludwig Eichrodt: 4. Gesang (1859)

1
Schier hätte der Noah noch Händel gekriegt,
2
Mit seinem Herrn Stammgast, der also verfügt:
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Die Nilpferd, Kröten und Schlangen
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Zur Rettung rasch einzufangen.

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Und der Noah sprach: Nimm den Regenschirm,
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Hausknecht, und suche du das Gewürm.
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Ich selber treib in die Scheuer
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Einstweilen die Wiederkäuer.

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Es war kein Spaß. Was kreucht und fleucht
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Zusammen zu bringen, es war nicht leicht.
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Und der Noah wurde hitzig
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Und sprach zum Herrn fürwitzig:

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Von was aber soll dieses viele Vieh
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Denn leben, o Herr, ich traute nie,
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Daß sich's wird machen lassen,
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Ihr wolltet doch auch nicht

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Der Alte brummt, dann aber versetzt
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Er laut: "Das ist ein dummes Geschwätz.
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So ist's, so steht es geschrieben!
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Willst Du mich

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Ei, dachte der kluge Schwanenwirth,
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Doch hat er sein Maul nimmer dranriskirt,
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Seine wunderlichen Sachen
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Könnt Er

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Er kann ja Alles, was braucht er denn mich?
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Was muß er mich plagen mit alle dem Viech?
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Ich soll nicht mucksen, nicht klagen -
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Was wird meine Frau dazu sagen?

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Doch baute der Noah sein viehmäßig Haus,
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Und hängte den Schild auch des Schwanen heraus,
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Thut Menschen und Vieh drein stecken,
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Und lustig den Hergott dann wecken.

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Der freut sich, daß Alles schon ist arranschirt,
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Und lobet den Noah, den Schwanenwirth,
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Begibt sich zum Himmel verwundert,
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Und schickt die Sündfluth herunter.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Eichrodt
(18271892)

* 01.01.1827 in Durlach, † 01.01.1892 in Lahr/Schwarzwald

männlich, geb. Eichrodt

deutscher humoristischer Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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