Herrlich in der Maienzeit

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Gottfried Keller: Herrlich in der Maienzeit Titel entspricht 1. Vers(1878)

1
Herrlich in der Maienzeit
2
Blaut des Himmels Kläre –
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Halt zum Opferdienst bereit
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Nun die blanke Schere!

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Durch das offne Fenster ziehn
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Schon des Bartes Flocken
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Schimmernd weiß; ach: hin ist hin!
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Singt die Norn' am Rocken.

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Welch ein winterlich Gespinst
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Hat sie dir gesponnen!
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Und da fliegt der Reingewinst
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Deiner Lebenswonnen!

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Aber sieh! wie feierlich
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In die Höh sie schweben,
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All die Flöcklein! Will zu sich
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Sie der Äther heben?

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Und am Ende sollst du gar
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Noch ein Heil'ger werden,
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Dessen Bart- und Lockenhaar
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Man verehrt auf Erden?

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Jetzt, mit Blüten untermischt,
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Tanzen sie im Winde;
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Doch was zwitschert, pfeift und zischt
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Dort für ein Gesinde?

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Fink und Schwalbe, Star und Spatz
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– Wie das flirrt und flattert! –
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Haben bald den Silberschatz
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Deines Haupts ergattert!

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Fliegen mit dem teuren Gut
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Heim nach allen Seiten,
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Für die weichbeflaumte Brut
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Schnöd das Nest zu breiten;

33
Und was würdig hat umwallt
34
Deine weisen Lippen,
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Dient dem Haus- und Ehehalt
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Leichter Vogelsippen!

37
Lächle denn durch Blüt und Blatt,
38
Schönster Frühlingsmorgen:
39
Darf ja, wer den Schaden hat,
40
Für den Spott nicht sorgen!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried Keller
(18191890)

* 19.07.1819 in Zürich, † 15.07.1890 in Zürich

männlich, geb. Keller

Schweizer Schriftsteller, Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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