Wie glänzt der helle Mond so kalt und fern

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Gottfried Keller: Wie glänzt der helle Mond so kalt und fern Titel entspricht 1. Vers(1854)

1
Wie glänzt der helle Mond so kalt und fern,
2
Doch ferner schimmert meiner Schönheit Stern!

3
Wohl rauschet weit von mir des Meeres Strand,
4
Doch weiter hin liegt meiner Jugend Land!

5
Ohn Rad und Deichsel gibt's ein Wägelein,
6
Drin fahr ich bald zum Paradies hinein.

7
Dort sitzt die Mutter Gottes auf dem Thron,
8
Auf ihren Knien schläft ihr sel'ger Sohn.

9
Dort sitzt Gott Vater, der den Heil'gen Geist
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Aus seiner Hand mit Himmelskörnern speist.

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In einem Silberschleier sitz ich dann
12
Und schaue meine weißen Finger an.

13
Sankt Petrus aber gönnt sich keine Ruh,
14
Hockt vor der Tür und flickt die alten Schuh'.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried Keller
(18191890)

* 19.07.1819 in Zürich, † 15.07.1890 in Zürich

männlich, geb. Keller

Schweizer Schriftsteller, Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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