Parteileben

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Gottfried Keller: Parteileben (1854)

1
Wer
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Der steht zumeist vielmehr beträchtlich

3
Trau keinem, der nie Partei genommen
4
Und immer im trüben ist geschwommen!
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Doch wird dir jener auch nicht frommen,
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Der nie darüber hinaus will kommen.

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Fällt einer ab von eurer Schar,
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So laßt ihn laufen und richtet nicht;
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Doch dem, der zu euch stoßen will
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Von dort, dem schauet ins Gesicht!

11
»was du nicht willst, daß man dir tu,
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Das füg auch keinem andern zu!«
13
Laß
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So ist der halbe Sieg schon dein.
15
Zu diesem Wort lacht manch ein Schuft,
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Der sich auf den Erfolg beruft;
17
Doch du erlebst, daß er wird wandern,
18
's trifft eben einen nach dem andern!

19
Halte fest an der Partei, wenn du ein Parteimann bist,
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Aber unbewegt verleugne jeden Lügner und Sophist!

21
Betrachtet eurer Gegner Schwächen
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Und lernt, am besten euch zu rächen,
23
Das eigne Unkraut auszustechen!

24
Wenn schlechte Leute zanken, riecht's übel um sie her;
25
Doch wenn sie sich versöhnen, so stinkt es noch viel mehr!

26
Als Gegner achte, wer es sei!
27
Strauchdiebe aber sind keine Partei!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried Keller
(18191890)

* 19.07.1819 in Zürich, † 15.07.1890 in Zürich

männlich, geb. Keller

Schweizer Schriftsteller, Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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