Drei Ellen gute Bannerseide

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Gottfried Keller: Drei Ellen gute Bannerseide Titel entspricht 1. Vers(1854)

1
Drei Ellen gute Bannerseide,
2
Ein Häuflein Volkes, ehrenwert,
3
Mit klarem Aug, im Sonntagskleide,
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Ist alles, was mein Herz begehrt!
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So end ich mit der Morgenhelle
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Der Sommernacht beschränkte Ruh
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Und wandre rasch dem frischen Quelle
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Der vaterländ'schen Freuden zu.

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Die Schiffe fahren und die Wagen,
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Bekränzt, auf allen Pfaden her;
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Die luft'ge Halle seh ich ragen,
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Von Steinen nicht noch Sorgen schwer;
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Vom Rednersimse schimmert lieblich
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Des Festpokales Silberhort:
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Heil uns, noch ist bei Freien üblich
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Ein leidenschaftlich freies Wort!

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Und Wort und Lied, von Mund zu Munde,
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Von Herz zu Herzen hallt es hin;
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So blüht des Festes Rosenstunde
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Und muß mit goldner Wende fliehn!
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Und jede Pflicht hat sie erneuet,
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Und jede Kraft hat sie gestählt
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Und eine Körnersaat gestreuet,
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Die nimmer ihre Frucht verhehlt.

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Drum weilet, wo im Feierkleide
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Ein rüstig Volk zum Feste geht
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Und leis die feine Bannerseide
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Hoch über ihm zum Himmel weht!
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In Vaterlandes Saus und Brause,
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Da ist die Freude sündenrein,
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Und kehr nicht besser ich nach Hause,
32
So werd ich auch nicht schlechter sein!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried Keller
(18191890)

* 19.07.1819 in Zürich, † 15.07.1890 in Zürich

männlich, geb. Keller

Schweizer Schriftsteller, Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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