3. Frühgesicht

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Gottfried Keller: 3. Frühgesicht (1854)

1
Es donnert über der Pfaffengaß
2
Des weiland Heil'gen Römischen Reiches
3
Wie Gottes Heerschild jähen Streiches;
4
Der Morgen dämmert rosig blaß.

5
Und wie der Schlag weithin verhallt,
6
Wogt eine graue Nebelmasse,
7
Als zög ein Heervolk seine Straße,
8
Das auf den Wassern endlos wallt.

9
Im Zwielicht raget Dom an Dom,
10
An allen Fenstern lauscht's verstohlen;
11
Doch auf gedankenleichten Sohlen
12
Vorüber eilt der Schattenstrom.

13
Das rauscht und tauschet Hand und Kuß,
14
Der Sturmhauch rührt verjährte Fahnen
15
Wie neues Hoffen, altes Mahnen,
16
Erschauernd wie ein Geistergruß.

17
Was brav und mannhaft ist, vereint
18
Zieht es, den letzten Streit zu schlagen;
19
Es klirrt zu Fuß, zu Roß und Wagen,
20
Zum Freunde wird der alte Feind,
21
Und neben Siegfried reitet Hagen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried Keller
(18191890)

* 19.07.1819 in Zürich, † 15.07.1890 in Zürich

männlich, geb. Keller

Schweizer Schriftsteller, Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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