Schon war die letzte Schwalbe fort

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Gottfried Keller: Schon war die letzte Schwalbe fort Titel entspricht 1. Vers(1854)

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Schon war die letzte Schwalbe fort
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Und wohl seit manchen Tagen auch
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Die letzte Rose abgedorrt,
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Nach altem Erdenbrauch.

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Es flimmerte der Buchenhain
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Wie Rauschgold rot im Abendlicht;
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Herbstsonne gibt gar sondern Schein,
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Der in die Herzen sticht.

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Ich traf sie da im Walde an,
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Nach der allein mein Herz begehrt,
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Mit Tuch und Hut weiß umgetan,
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Vom güldnen Schein verklärt.

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Sie war allein; doch grüßt ich sie
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Verschüchtert kaum im Weitergehn,
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Weil ich so feierlich sie nie,
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So still und schön, gesehn.

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Es blickt' aus ihrem Angesicht
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Ein vornehm Etwas neu hervor,
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Und ihrer Augen Veilchenlicht
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Glomm hinter einem Flor.

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Ein fremder Hirt, ein blasser, ging
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Im Schatten dieser Huldgestalt;
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Im Gurt ein silbern Sichlein hing,
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Das klang: Ich schneide bald!

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Es scheint mir ein Rival erwacht!
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Sprach ich und schaut ins Abendrot,
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Bis es erlosch und bis die Nacht
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Die dunkle Hand mir bot.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried Keller
(18191890)

* 19.07.1819 in Zürich, † 15.07.1890 in Zürich

männlich, geb. Keller

Schweizer Schriftsteller, Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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