Stille der Nacht

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Gottfried Keller: Stille der Nacht (1854)

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Willkommen, klare Sommernacht,
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Die auf betauten Fluren liegt!
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Gegrüßt mir, goldne Sternenpracht,
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Die spielend sich im Weltraum wiegt!

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Das Urgebirge um mich her
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Ist schweigend, wie mein Nachtgebet;
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Weit hinter ihm hör ich das Meer,
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Im Geist, und wie die Brandung geht.

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Ich höre einen Flötenton,
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Den mir die Luft von Westen bringt,
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Indes herauf im Osten schon
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Des Tages leise Ahnung dringt.

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Ich sinne, wo in weiter Welt
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Jetzt sterben mag ein Menschenkind –
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Und ob vielleicht den Einzug hält
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Das viel ersehnte Heldenkind.

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Doch wie im dunklen Erdental
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Ein unergründlich Schweigen ruht,
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Ich fühle mich so leicht zumal
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Und wie die Welt so still und gut.

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Der letzte leise Schmerz und Spott
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Verschwindet aus des Herzens Grund;
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Es ist, als tät der alte Gott
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Mir endlich seinen Namen kund.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried Keller
(18191890)

* 19.07.1819 in Zürich, † 15.07.1890 in Zürich

männlich, geb. Keller

Schweizer Schriftsteller, Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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