An einen Liebenden

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Eduard Mörike: An einen Liebenden (1853)

1
Du klagst mir, Freund, daß immer die Mutter noch
2
Des schönen Kindes gleich unerbittlich sei.
3
Geduld! noch leben wir im Jänner,
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Aber nicht stets wird der Eiswind schnauben.

5
Im Winkel, wo sich einsam des Daches Trauf
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In morscher Rinne sickernd vereiniget,
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Hängt mannsdick, zuckerkandelartig
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Schimmernd ein sechsfach verwachsnes Monstrum.

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Bald wehen laue Lüfte den Frühling her,
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Dein Gartenbeet vergoldet der Krokus schon;
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Eidechslein sonnen ihr smaragdnes
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Kleidchen am bröckelnden Felsen wieder.

13
Grün wird das Wiesental, und der lichte Wald
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Vertieft in Schatten schon sich geheimnisvoll,
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Die wilde Taube gurrt, der Jäger
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Schmückt sich den Hut mit dem jungen Zweige.

17
Blieb dann von jenem eisigen Ungetüm
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Auch wohl die Spur noch? – Warte den Sommer ab.
19
Im schlimmsten Fall, o Bester, denke,
20
Daß noch des Wildes im Forste mehr lebt!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Eduard Mörike
(18041875)

* 08.09.1804 in Ludwigsburg, † 04.06.1875 in Stuttgart

männlich, geb. Mörike

deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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