1. Kunst und Natur

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Eduard Mörike: 1. Kunst und Natur (1863)

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Heute dein einsames Tal durchstreifend o trautestes Kloster,
2
Fand ich im Walde zunächst jenen verödeten Grund,
3
Dem du die mächtigen Quader verdankst und was dir zum Schmucke
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Deines gegliederten Turms alles der Meister verliehn.
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Ganz ein Gebild des fühlenden Geistes verleugnest du dennoch
6
Nimmer den Mutterschoß drüben am felsigen Hang.
7
Spielend ahmst du den schlanken Kristall und die rankende Pflanze
8
Nach und so manches Getier, das in den Klüften sich birgt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Eduard Mörike
(18041875)

* 08.09.1804 in Ludwigsburg, † 04.06.1875 in Stuttgart

männlich, geb. Mörike

deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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