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Es ligt ein dorf im Beierlant,
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dasselbig Fünsing ist genant,
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da saßen leppisch bauren drin.
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nun war auch einer under in,
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derselbig hieß der Heinz Unru,
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der het zu hadern immerzu
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mit seinen nachbaurn hindn und vorn,
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stak vol ungedult, rach und zorn,
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het gar ein eigensinning laun,
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brach oft ein hader von eim zaun,
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auf das er nur zu zanken het;
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drumb iederman in fliehen tet,
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hieß auch darumb der Heinz Unru,
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das er vil haders richtet zu.
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der het ein garten an seim haus,
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darinnen het er überaus
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weiß rüben und das kumpaskraut,
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auch korn und habern darin baut,
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vil kreuter und würz mancher art,
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des er ser fleißig hüten wart.
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eins tags kam im ein has darein,
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der im darin das kolkraut sein
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an eim ort abgefreßen het;
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darob Heinz Unru zürnen tet.
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nicht anderst schalt und fluchet er,
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sam der ganz gart verderbet wer.
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und als er den hasen ergucket,
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im stadel er ein drischel zucket
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und lof dem hasen grimmig nach,
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zu würgen in zu grimmer rach.
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der has aber war im zu glenk
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und brauchet im lauf so vil renk,
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das der bauer oft fallen was
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und lag gestrecket in dem gras.
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dem bauren tet gar we der spot
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und schwur dem armen hasn den tot:
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du ragenörlein, du must sterben,
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kein man sol dir mein hult erwerben,
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weil du mich so oft wirfst zu haufen.
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ob ich dich gleich nit kan erlaufen,
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schick ich dir doch ein übern hals,
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der dich wol knicken kan nachmals!
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und balt hin aus dem garten lof
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zu dem pfleger in seinen hof.
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vor dem zog er ab seinen hut,
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ganz entrüst mit zornigem mut
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klagt, ein has in verderben wolt,
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vor dem er in beschützen solt
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mit sein rüden, staubern und winden;
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der has wer in seim garten hinden
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und het im großen schaden gtan
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an seim kolkraut. dem edelman
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tet er ein simmer habrn versprechen,
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wenn er in tet am hasen rechen,
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von dem er wer beschedigt worn,
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und het im auch den eid geschworn.
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der edelman ob disen sachen
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tet seiner großen torheit lachen
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und balt auf seinen gaule saß
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und sechs jaghunt mit füren was.
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darmit kam in Heinz Unru garten,
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dem hasen auf sein balg zu warten,
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fieng an und blies sein jegerhorn
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und sucht im garten hindn und vorn
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disen armen ellenden hasen.
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die hunt hin und her spüren wasen,
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loffen umb mit bellen und schnauden;
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in dem sprang aus einer hanfstauden
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der has; balt in die hunt ersahen,
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gschwint loffen sie im nach zu fahen;
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der has lof in dem garten rumb
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und schlug vil haken, schlem und krumb,
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das keiner in ergreifen kunt.
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das weret auf ein halbe stunt;
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all winkl im garten durchaus mit
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der pfleger auf seim ros nach rit
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und schrier sein hunden tapfer zu,
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die strichen nach on alle ru;
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doch entlof in der hase jung,
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entlich über den zaun naus sprung
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und lof wider hinein gen walt.
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der edelman der fordert balt
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sein habern an den bauersmon,
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den er verheißen het zu lon.
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Heinz Unru sich des widern tet,
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weil er im nit gefangen het
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den hasen und bracht zu dem tot.
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der edelman schwur im bei got,
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er wolt sein stadl im zünden an,
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drauf setzen im ein roten han.
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Heinz Unru im den habern gab,
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das er mit lieb sein köme ab,
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das er nit weiter köm zu schaden,
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darmit er vor war überladen.
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der pfleger mit dem gaul und hunden
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het im garten oben und unden
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zertretn so in einr kleinen kürz
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rüben, samen, kreuter und würz
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und darzu auch habern und korn,
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das war alles zertreten worn;
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und wenn der has ein ganzes jar
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in dem garten gewesen war,
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het er nit so vil schadens tan
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als mit seim jeit der edelman.
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also het diser Heinz Unru
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den schaden und den spot darzu.