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Ein hausmaus die gieng über felt,
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het doch weder zerung noch gelt;
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der begegnet da ein feltmaus,
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dieselbige bat sie zu haus,
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die nachtherberg bei ir zu han.
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das nam die hausmaus willig an,
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gieng mit ir in ein hecken nein,
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da schloffen sie in ein löchlein.
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die feltmaus gar freuntlicher weis
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ir fürsetzt ir geringe speis,
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als eicheln, haselnüß und koren.
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als sie waren gesettigt woren,
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schliefens dahin in senfter ru;
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aber des andren tages fru
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nam urlaub und ir danken was
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die hausmaus und zog hin ir stras.
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als sie nun ir sach richtet aus
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und wolt widerumb heim zu haus,
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kerts wider bei der feltmaus ein
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und saget: liebe schwester mein,
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du hast mir mitteilt dein armut,
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kom mit mir heim, da ich als gut
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dir auch wil tun und herberg geben,
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da du solt frölich und wol leben!
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da gieng mit ir heim die feltmaus
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in ein schön köstliches steinhaus,
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in die speiskamer schloffens frei,
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darin sie funden mancherlei
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der guten speis von fleisch und fisch,
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was man aufhub vons herren tisch,
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confect, rosin, mandel und feigen,
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das tet sie als der feltmaus zeigen
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und sprach: hie tu trinken und eßen
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und deiner armut gar vergeßen.
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die feltmaus aß, war wolgemut
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und sprach: wie hast du es so gut!
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nöten bist du so feist und vol.
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sie sprach: teglich leb ich so wol,
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so must du mit hartseling dingen
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dein spröd narung zu wegen bringen.
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wilt du, so magst du bei mir bleiben,
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dein zeit in disem haus vertreiben,
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also wol leben für und für.
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in dem da rumpelt an der tür
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der kelner, spert auf, gieng hinein;
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die meus erschrakn, doch schlof balt ein
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die hausmaus unten in der want
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in ein löchlein, ir wolbekant;
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die feltmaus stunt in großer gfer,
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lof auf an wenden hin und her,
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west nicht, wo ein oder wo aus,
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wan sie war unbekant im haus,
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und in tötlichen engsten was.
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als nun der kelner gieng sein stras,
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kam die hausmaus, sprach: sei frölich,
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wie stelst dich also trauriglich?
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du hast ie guter speis genug.
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da antwort ir die feltmaus klug:
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o nein, laß mir die armut mein
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und behalt dir die reichtum dein,
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darin du must abent und morgen
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vil angst und gferlichkeit besorgen.
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ich sich, dir sint all augenblick
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deim leben gestelt tötlich strick
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von katzen und auch von mausfallen
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und dergeleich von menschen allen,
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und wer dich nur umbbringen kan,
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der meint ein gut werk haben tan;
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iederman ist dir gram und feint;
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derhalben wil ich wider heint
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hinaus auf meinen acker öd.
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ist gleich mein narung ring und spröd,
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so hab ich aber doch darneben
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ein frölich, frei und sicher leben,
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da hab ich gut ru und gemach,
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niemant mir gferlich stellet nach,
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da wil ich wider eilen naus.
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und nam urlaub von der statmaus
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und lof aus der geferlichkeit
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wider naus in ir sicherheit.