Schwank: Der teufel leßt kein lantsknecht mer in die helle faren

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Hans Sachs: Schwank: Der teufel leßt kein lantsknecht mer in die helle faren (1555)

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Eins tags an einem abent spat
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da het der Lucifer ein rat
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unden in seinem reich, der hellen,
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und saget da zu sein gesellen:
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man sagt, es sei in teutschen landen
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gar ein böses volk auferstanden,
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welche man nennet die lantsknecht,
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o, der mir ir ein dutzet brecht,
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das ich nur sech, was für leut wern!
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man saget, sie fasten nit gern,
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sie sint lieber allezeit vol,
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mit schlemmen, praßen sei in wol,
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achten sich betens auch nit vil,
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sonder, sagt man, wie ob dem spil
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sie übel fluchn und balgn darneben,
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auch wie sie nit vil almus geben,
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sonder laufen selb auf der gart,
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eßen oft übl und ligen hart;
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doch dienen sie gern allezeit
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eim kriegsherren, der in gelt geit,
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er hab geleich recht oder nit,
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da bekümmern sie sich nit mit.
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nun, Belzebock, far hin, mein knecht,
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zu dem handel wirst du gleich recht;
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far obn auf ert in ein wirtshaus,
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darin die lantsknecht lebn im saus,
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und in der stuben dich verstell
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hinder den ofen, in die hell,
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und schau auf sie an allen orten,
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wo du mit werken oder worten
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ein lantsknecht mit fug kanst ertappen,
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so tu mit im gen helle sappen.
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bringst du ir ein par, so wil ich
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für all dein gsellen preisen dich
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und aus dir einen fürsten machen,
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dich brauchen zu erlichen sachen.
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zuhant der teufel Belzebock
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zog an sein unsichtigen rock
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und fur von hell in ein wirtshaus,
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da die lantsknecht lebten im saus,
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prasten und einander zusoffen.
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der teufel stelt sich hintern ofen,
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hört, wie die lantsknecht teten sagen,
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wies mit den feinden heten gschlagen,
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gestürmt, geraubet und gebrant
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in disem und in jenem lant,
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so große streich, das im fürwar
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gleich gen berg stunden all sein har;
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dacht heimlich von in zu entlaufen,
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doch het er acht auf ir zusaufen.
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an dreien tischen allenthalb
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brachtens einander ganz und halb,
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da einr dem glas nur gab ein schwung
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und soffs heraus auf einen schlung.
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der teufel tet sein list nit sparn,
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vermeint heimlich in ein zu farn,
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wan einer trünk so ungeschwungen;
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doch wurt im das auch underdrungen,
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wan sos einer eim bracht, allwegen
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sprach jener: das dirs got gesegen,
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so gsegnets jenem auch ein ander;
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solch gsegnen triben sie allsander.
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mit dem sie all gesegnet warn,
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das der teufl kunt in keinen farn.
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derhalb der teufel tet verharrn
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vergebns den abent gleich eim narrn.
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nun het under in ein kriegsman
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erschlagen einen alten han,
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den het er hindern ofen ghangen.
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als nun der tag schier war vergangen,
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sprach der lantsknecht zum wirt: mein gsell,
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ge hindern ofen in die hell
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und balt den armen teufel nem,
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rupf und laß braten in! nach dem
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wöll wir in freßen und zerreißen;
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tet darmit hindern ofen weisen
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auf den hangenden toten han.
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als der wirt der hell zu wart gan,
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wolt den han von dem nagel schnappen,
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meint der teufel, wolt nach im tappen,
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in rupfn und den lantsknechten bratn.
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da tet er sich nit lang beratn
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und stieß ein ofenkachel aus
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und fur zum ofenloch hinaus
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und kam mit ser großem geschell
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widerum hinab für die hell
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und klopft mit großem brummen an;
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und als man im nun het auftan,
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fragt der Lucifer: bringst du keinen?
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Belzebock sprach: ja wol, nit einen!
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ich bin entrunnen in mit not,
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es ist die aller wildest rot,
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man heißt sie die frommen lantsknecht,
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man tut in aber ie unrecht,
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wan ich mag auf mein warheit jehen,
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wilder leut hab ich nie gesehen,
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ir kleider auf den wiltsten sitten
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zerflamt, zerhauen und zerschnitten,
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eins teils ir schenkel blecken teten,
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die andern groß, weit hosen heten,
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die in biß auf die füß rab hiengen,
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wie die gehosten tauber giengen,
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ir angsicht schrammt und knebelbartet,
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auf das aller wildest geartet,
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in summa wüst aller gestalt,
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wie man vor jarn uns teufel malt.
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sie brachten einander umbschanz,
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im hui wurdens entrüstet ganz,
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balgten und haueten zusam
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einander beide krumb und lam,
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fluchten darzu so unbescheiden,
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als ob sie wern türken und heiden.
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in meinem sin so dauchte mich,
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sie weren vil wilder dan ich;
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derhalb dorft ich ir kein angreifen,
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stunt und mußt einziehen mein pfeifen.
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da sprach zu im der Lucifer:
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ei, du soltst ein bracht haben her,
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wir wolten in balt heimlich machen.
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der teufel antwort zu den sachen:
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hörst du nit, ich forcht mich vor in,
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mit gwalt einen zu füren hin,
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tet aber sonst kein list nit sparn,
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ich dacht etwan in ein zu farn,
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wenn sie an einander zutrunken;
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das mocht auch nit sein nach meim dunken,
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wenns einr eim bracht, sprach: ich kum zuder;
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ei gsegn dirs got, mein lieber bruder,
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sprach der ander. so sie es habent
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einander gsegnt den ganzen abent,
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das ich gar nichts ausrichten kunt,
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wie ein narr hinderm ofen stunt.
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nit weiß ich, wie der lantsknecht schar
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mein hinderm ofen wurt gewar.
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ein lantsknecht sprach zum wirt: verste,
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wirt, balt hinder den ofen ge,
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nim den armen teufel ungraten,
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rupf den und tu in darnach braten.
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der wirt dem ofen tet zu gon,
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da fur ich durch den ofen darvon,
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sie hetten mich sonst gwürgt und grupft,
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gebrüt, mein zotten ausgezupft,
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hetten mich braten, darnach gfreßen.
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derhalb kan ich gar nit ermeßen,
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das uns nütz wer der lantsknecht meng,
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sie machtn uns wol die hell zu eng;
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sie sint mutwillig, ungerüg,
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frech, ungestüm und ungefüg;
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derhalb wer mein rat (tu versten),
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wöllst der lantsknecht gar müßig gen,
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es ist kein war in unsern kram,
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sie freßen uns wol allesam.
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unser keinr sicher bei in wer.
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da antwort im der Lucifer:
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mein Belzebock, und ist das war,
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so wöllen wir forthin fürwar
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nimmermer nach keim lantsknecht fragen,
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sonder wölln uns wie vor betragen
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der spiler, gotslestrer, weinzecher,
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der buler, hurer und ebrecher,
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wuchrer, dieb, mörder und straßrauber;
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auch wöllen wir aufklauben sauber
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die lantfridbrecher und mortbrenner,
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verreter und all schedlich menner,
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münzfelscher und falsche juristen
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und darzu all unglaublos christen,
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verstockt, die nit buß wöllen würken,
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juden, ketzer, heiden und türken,
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gotlos münich, nunnen und pfaffen,
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die wöll wir umb ir unzucht straffen.
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auf das kein unrat uns erwachs
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von den lantsknechten, wünscht Hans Sachs.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Hans Sachs
(14941576)

* 14.11.1494 in Nürnberg, † 29.01.1576 in Nürnberg

männlich, geb. Sachs

Nürnberger Schuhmacher, Spruchdichter, Meistersinger und Dramatiker

(Aus: Wikidata.org)

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