Das Gespenst

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Hugo Ball: Das Gespenst (1906)

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Gewöhnlich kommt es, wenn die Lichter brennen.
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Es poltert mit den Tellern und den Tassen.
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Auf roten Schuhen schlurrt es in den nassen
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Geschwenkten Nächten und man hört sein Flennen.

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Von Zeit zu Zeit scheint es umherzurennen
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Mit Trumpf, Atout und ausgespielten Assen.
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Auf Seil und Räder scheint es aufzupassen
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Und ist an seinem Lärmen zu erkennen.

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Es ist beschäftigt in der Gängelschwemme
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Und hochweis weht dann seine erzene Haube,
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Auf seinen Fingern zittern Hahnenkämme,

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Mit schrillen Glocken kugelt es im Staube.
13
Dann reißen plötzlich alle wehen Dämme
14
Und aus der Kuckucksuhr tritt eine Taube.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Hugo Ball
(18861927)

* 22.02.1886 in Pirmasens, † 14.09.1927 in Sant’Abbondio

männlich, geb. Ball

| Magenkarzinom

deutscher Autor und Mitbegründer der Züricher Dada-Bewegung

(Aus: Wikidata.org)

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