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Verneinend hielt Geltar lang' an sich, man bat, man schrie
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Von allen Seiten ihm zu, Verzeihung möcht er gewähren
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Der reuigen Tochter, die Amme fiel auf's Knie,
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Benetzend seine Füße mit einem Strome von Zähren.
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Der Kronmarschall und Kanzler, wie suchten sie,
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Durch leisen Vorspruch, des Königes Zorn zu kehren
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In Vater-Milde, bis endlich dann ihnen gelang,
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Den scharfen Stachel zu stumpfen, der ihm den Busen durchdrang.
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Soll, ruft er, euern lästigen Bitten,
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Weichherzig ich mich ergeben, ha! wider Willen, so soll
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Die Leichtgesinnte, die wider alle Sitten,
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Da sie mit frechem Muthe die Ordnung überschritten,
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Sie Buße thun, auch scharf, daß gehorsam und reuevoll
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Zu bessern sich zuerst aus ganzem Vermögen sie trachte;
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Verspricht sie dieses, so mag sie weiter vernehmen darauf,
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Daß sie als Rhins Gemahlin ich völlig verloren sie achte,
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Als Wittwe Rhin's allein nehm' ich sie wieder auf
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An meinen Busen hier. Du Priester, sollst ihr bringen
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Dieß Urtheil also gleich; da du den schändlichen Kauf
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Besiegelt zu meiner Schmach; wirst du mit Trugesschlingen,
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Hier weiter spielen – merk' auf! so steht zum Bürgen mir
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Dein Kopf für dießmal; fort – Herr König, entgegnet hier
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Der Mönch, ich werde das, was ihr befohlen, verrichten,
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Nach Gottes hohem Gebot und meinen heiligen Pflichten.
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Da zu Luitberta nun bedachtsam in's Zimmer er trat,
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Winkt er den Zofen, daß sie sich alle hinwegbegeben,
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Um Beichte zu hören das Fräulein. Bleich und matt
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Lag auf dem Bette sie gekrümmt, als wolle sie eben
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Den Geist aushauchen. Da sie nun glaubten, allein
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Zu reden, sprach der Vater: Du theure Tochter empfehle
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Der heiligsten Jungfrau und Mutter, des Herzens bittere Pein,
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Damit sie ferner dich und deines Gemahles Seele
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Errett' aus aller Gefahr. Sey ruhig wegen Rhin,
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Er ist in meiner Klaus', sein Leben ist geborgen,
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Und noch in dieser Nacht flieht übern Rhein er hin;
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So daß gerettet sicherlich,
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Er jenseits der Grenzen, schon am frühen Morgen
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Sich findet. Ohne Hoffnung von Linderung oder Huld,
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Ist gesprochen sein Todesurtheil. – Da diese Nachricht vernommen
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Das Fräulein, hob sie gefaltet, so wie man mahlt die Geduld,
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Die Hände zusammen auf, gerichtet zum Himmel, die frommen
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Benetzten Blicke, und rief beklommen:
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Ihr Heilige, euch bitt' ich für jede Schuld,
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Die ich beging um Verzeihung, daß ihr mögt gnädig verbleiben
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Doch ferner meinem Gemahl in diesem gefährlichsten Stand. –
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Drauf küßte demüthig sie dem ehrwürdigen Priester die Hand,
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Ihn bittend, daß er vergönne, zwey Zeilen nur zu schreiben,
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Zum Abschied dem theuern Gemahl, dabey ihm zu senden als Pfand
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Von ihrer Treue, ein Kreuz, das beständig er möge tragen
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Auf seiner bloßen Brust. Mit Freuden willigte ein
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Der Gottesmann; sie schrieb, doch fügte sie zu den Klagen
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Des herben Abschiedes, die hier gedienet nur blos zum Schein,
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Geheime Züge; den Sinn verstanden allein
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Die Liebenden, – doch leider! sich selbst nur zu hintergehen,
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Und statt des Trostes, den sie gehoffet, nur Todespein
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Zu ärnten daraus, wie wir mit Trauer ersehen.
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Als alles dieses mit Eile, doch in der Stille geschehen,
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Knüpft Schrift und Kreuz sie zusammen in einen Schleyer; gar fein
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Den frommen Pater bittend, ihn ihrem holden Gatten
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Bey seiner Ankunft zu geben. Der Pater getreu
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Es auszurichten versprach. Da sie verständigt nun hatten
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Sich über Alles, nahm Abschied der Pater, auf's Neu'
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Ertheilend den Segen ihr reich, und eilet ohne Besorgen
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Des mindesten Unheils voran, laut betend sein Brevier
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Auf dem Wege, zur Klause zurück. Indeß hatt' unter der Thür'
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Der Nebenkammer gelauschet ein Zöflein, treulos verborgen,
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Die alles mit offenem Ohr erlauschet, was unter sich
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Die Beyde verhandelt zur Flucht des Geliebten, nicht gar zu leise –
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Des Paters Gehör war schwach, – drauf unbemerket entwich,
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Leichtsinnig erzählend die Mähre in manchem Kreise,
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So daß bekannt sie ward, bevor noch der Abend verstrich,
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Am ganzen Hofe schon. Man lispelt nach Schranzen Weise,
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Einander so laut sie sich zu, daß zu des Königes Ohr,
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So sehr auch der Kronmarschall dem vorzubeugen suchte,
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Die Zeitung gelangte zulezt; dieß weckte jezt mehr als zuvor
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Den wildesten Zorn in ihm auf; so daß er die Sinnen verlor,
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Und Rache knirschend sein Daseyn laut verfluchte.
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Indeß war Vater Hubertus gelangt zu seiner Klaus';
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Und trat zum Jüngling, der saß mit krankem Herzen,
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Bemächtigt hatte seitdem sich seiner mit Höllengrauss'
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Die giftige Eifersucht; zu unaussprechlichen Schmerzen,
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Vernahm er zum erstenmal: Schon wählte den Artur aus
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Der König zu Luitbertas Gemahl, die bittere Nachricht deckte
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Ihm einen Abgrund auf, der seine Liebe schreckte,
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Im Geiste schauet er sich verrathen, geopfert, – hin!
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Der Hoheit Macht kann leicht verblenden des Weibes Sinn,
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Seufzt harmvoll er in sich; von Zweifel fühlt er beklommen
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Den bangen Busen. Ihm ertheilet beym Willkommen
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Der Pater Luitbertas Gruß: von ihrer Hand nehmt dieß,
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Was sie, als sichres Pfand von ihrer Treue, gewiß
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Und wahrhaft übersendet, es mag zu weitern Frommen
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Und Seelen-Heil euch gedeihn. Auf, frischen Muth!
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Und überlasset euch nicht ganz dem schwarzen Blut;
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Noch lebt der alte Gott! – Mit diesen Worten reichet
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Er ihm den Schleyer zu, und eilt von dannen schnell
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Zur Vesper Andacht fort. Den Jüngling überschleichet,
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Da er den Knoten öffnet und neben dem Schleyer nun hell
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Das Kreuz ins Auge ihm blitzet, ein dumpfes Mißbehagen
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Mit böser Ahnung vereint; einst schwur er heilig dabey,
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Dem Fräulein, daß er woll' ihr keine Bitte versagen
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Wenn solcher Forderung sein Namen Bürge sey.
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Und müßte tausendmal darum sein Leben er wagen.
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Jezt liest er, starret an, voll Zweifel, die Zeichen, lang; –
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Mit dem Pater hatte bereits die Abred' er genommen,
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Um Mitternacht zu entfliehen, jezt heißt die Gemahlin ihn kommen
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Zu gleicher Stunde, des Herzens schweren Drang,
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Durch einen Abschiedskuß zu lindern; »du wirst finden
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Um diese Zeit schließt sie, an jenem Brunnen mich,
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Wo jüngst wir sahen uns, im Schatten dunkler Linden.« –
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Er steht und weiß nicht zu entschließen sich; –
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»mich bindet, sagt er, ein Schwur; müßt' ich auch gleich erblassen,
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Nicht brechen darf ich ihn.« – Er weiß sich nicht zu fassen,
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Furcht, Liebe, Eifersucht, bekämpfen ihn jezt schwer:
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Man zwingt zu gehen mich, seufzt er, ich fürchte sehr
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Daß wir bey diesem Abschied die Händ' uns reichen
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Zu tieferen Jammer, ich fühle des Schicksals mächtiges Ziehn,
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Ach, vom Verderben zum Abgrund hin!
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Wir werden nicht dem Loos: vergeblich zu entfliehn,
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Das auf uns wartet streng, in dieser Stunde entweichen.
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Da nun um Mitternacht der Pater bey'm Jüngling erschien,
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Zur Flucht zu mahnen, bleibt stehen Rhin vor der Zelle:
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»erst wall' ich andern Pfad; nicht weit von hier
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Erwartet mich die Gemahlin, an sicherer Stelle;
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Abschied muß mündlich ich nehmen, o theurer Vater, von ihr.« –
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Wie, rief der Gottesmann aus, bey der ewigen Gnadenquelle!
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Aus Gewissen, o Sohn, nie rath' ich's dir,
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So augenblicklich dich in solche Gefahr zu begeben,
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Muthwillig dich auszusetzen des neuen Verrathes Noth! –
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Wohin du dich wendest lauert auf dich der schmählichste Tod –
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Und müßt ich, fällt Rhin hier ein, dran setzen mein junges Leben,
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Ich muß sie sehen; hier gilt nicht Aufschub noch Wahl,
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Gelobet hab' ich's ihr, mich treibt mein Schwur, nicht die Qual,
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Nicht die Angst, die mir den Busen zerwühlen –
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O wüßtet ihr all' mein Weh; nicht zeigen kann ich's euch an,
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Den Brand, der in mir tobt, kein Felsquell mag ihn kühlen –
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O Sohn! sprach jener gerührt, wohl kann ich dein Leiden fühlen.
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So eile dann in Gottes Namen voran.
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Doch weile nicht zu lang'; es möge dir erhellen
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Des Herren Licht den Weg. Der Engel Schaaren gesellen
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Sich huldreichst dir nun bey. Verfehle die rechte Bahn
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Beym Rückweg nicht! – Rhin ging – des Herzens Wunde
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Lieh Flügel ihm – zum süßen Bunde.
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Vergeblich wartete sein bis zu der Morgenstunde
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Der Pater am Ufer bey'm Kahn, zurück sollt' er kommen nicht mehr!
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Sein Schicksal hielt ihn bereits in schmählichen Fesseln schwer,
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Wie euch das folgende Lied ertheilet die traurige Kunde.