Prolog

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Theodor Fontane: Prolog (1858)

1
Zweihundert Jahre, daß wir hier zu Land
2
Ein Obdach fanden, Freistatt für den Glauben
3
Und Zuflucht vor Bedrängnis der Gewissen.
4
Ein hochgemuter Fürst, so frei wie fromm,
5
Empfing uns hier, und wie der Fürst des Landes
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Empfing uns auch sein Volk. Kein Neid ward wach,
7
Nicht Eifersucht – man öffnete das Tor uns
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Und hieß als Glaubensbrüder uns willkommen.
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So ward die Freistatt bald zur Heimatsstätte,
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Zur Stätte neuer Lieb', und was seitdem
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Durch Gottes Ratschluß dieses Land erfahren,
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Wir lebten's mit, sein Leid war unser Leid,
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Und was es freute, war auch unsre Freude.
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Wohl pflegten wir das Eigne, der Gemeinde
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Gedeihn und Wachstum blieb uns Herzenssache,
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Doch nie vergaßen wir der Pflicht und Sorge,
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Daß, was nur
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Mit fleiß'ger Hand, in allem wohl erfahren,
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Was älterer Kultur und wärm'rer Sonne
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Daheim entsproß und einem reich'ren Lande –
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So wirkten wir.
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Doch unser Tun zu rühmen,
23
Es ist nicht
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Heut ziemt's uns nur zu huld'gen und zu danken.

25
Und dieser Dank, was lieh' ihm größ're Kraft
26
Und Inbrunst als ein Rückblick auf das Leid,
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Das einst aus unsrer Heimat uns vertrieben?

28
Erklinge denn, Musik, und führ' herauf,
29
Im Widerspiel zu dieser Stunde Glück,
30
Uns Bilder aus der Zeit der

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Theodor Fontane
(18191898)

* 30.12.1819 in Neuruppin, † 20.09.1898 in Berlin

männlich, geb. Fontane

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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