Wangeline von Burgsdorf

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Theodor Fontane: Wangeline von Burgsdorf (1862)

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Das ist die Sage: Und will Gefahr
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Die Hohenzollern umgarnen,
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Da wird lebendig ein alter Fluch,
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Die
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Zeigt sich, um zu warnen.

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Sie kommt dreimal, geht um dreimal,
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Zögernder immer und trüber,
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Die Wache ruft ihr Halt-Werda nicht mehr,
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Sie weiß,
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Der Schatten schreitet vorüber.

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Die Lichter verglühn, im Schloß wird's still,
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Nur Eine, die sich noch schmücken will,
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Sie tritt an den Spiegel und löst ihr Haar,
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Wangeline die schöne, wie schön sie war.

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Sie schmückt sich; für wen? Für ihren Galan:
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Kurt Jagow hat es ihr angetan;
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Sie sahen sich viel, sie küßten sich oft,
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Wird heut er kommen? Sie harrt, sie hofft.

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Sie hofft und wirft mit schimmernder Hand
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Ihr schwarzes Haar übers weiße Gewand,
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Sie flüstert: »Ich lieb' ihn mit Seel' und Leib –
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Was soll mich kümmern sein gramblaß Weib.

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Und ob ihr bräche das Herz in der Brust,
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Je blasser die Tote, je röter die Lust,
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Feigherzig Gewissen, fahr hin, fahr hin,
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Es brennt mein Blut, und es schwindelt mein Sinn.«

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Sie spricht es. Da sieh, hellblendender Schein
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Fällt von der Tür in den Spiegel hinein;
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Sie wendet sich um, auf schreit sie jäh –
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Ein trat Kurfürstin

31
Mit bebt die Kerze, halb niedergebrannt ...

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Theodor Fontane
(18191898)

* 30.12.1819 in Neuruppin, † 20.09.1898 in Berlin

männlich, geb. Fontane

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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