Letzte Einkehr

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Theodor Storm: Letzte Einkehr (1861)

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Noch wandert er; doch hinter ihm
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Schon liegen längst die blauen Berge;
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Kurz ist der Weg, der noch zu gehn,
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Und tief am Ufer harrt der Ferge.

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Doch blinket schon das Abendrot
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Und glühet durch das Laub der Buchen;
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So muß er denn auch heute noch
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Wie sonst am Wege Herberg suchen.

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Die liegt in grünen Ranken ganz
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Und ganz von Abendschein umglommen;
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Am Tore steht ein blondes Kind
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Und lacht ihn an und sagt Willkommen.

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Seitab am Ofen ist der Platz;
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Schon kommt der Wirt mit blankem Kruge.
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Das ist ein Wein! – So trank er ihn
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Vor Jahren einst in vollem Zuge.

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Und endlich schaut der Mond herein
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Von draußen durch die dunkeln Zweige;
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Es wird so still; der alte Mann
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Schlürft träumerisch die letzte Neige.

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Und bei des bleichen Sternes Schein
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Gedenkt er ferner Sommertage,
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Nur halb ein lauschend Ohr geneigt,
24
Ob jemand klopf' und nach ihm frage.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Theodor Storm
(18171888)

* 14.09.1817 in Husum, † 04.07.1888 in Hanerau-Hademarschen

männlich, geb. Storm

natürliche Todesursache | Magenkarzinom

deutscher Schriftsteller und Jurist

(Aus: Wikidata.org)

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