[heute kömmst du nicht lieb Liebchen]

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Clemens Brentano: [heute kömmst du nicht lieb Liebchen] (1802)

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Heute kömmst du nicht lieb Liebchen,
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Heute nicht, doch harr' ich deiner,
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Komm doch schnelle, eh' es nachtet
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Ei wie kannst du so verweilen.

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Traurig späh' ich aus dem Fenster,
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Heute wirst du nicht erscheinen,
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Wo das Herz so liebt und strebet,
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Vieles Liebchen dir zu teilen.

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Eins – zwei – drei – willst du nicht kommen
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Sieh da hast du's, ich muß weinen,
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Weil du so dein Glück versäumest,
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Wer nicht hören will muß leiden.

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Aber Liebe ist so sparsam,
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Daß sie mit den Schmerzen geizet
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Nur mir fehlst du, wenn du fehlest,
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Da ich nur dein Fehlen leide.

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Täglich will es Abend werden,
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Sind es denn nicht jene Saiten,
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Herzlein die sich wieder regen,
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Seid gegrüßt ihr Lieblichkeiten,

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Täglich will es Morgen werden,
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Wirst du morgen wieder schweigen,
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Herzlein, wenn die Welt sich reget,
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Sei gegrüßt im frommen Streite.

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Tausend gute Nacht mein Liebchen,
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Ich will einen Traum bereiten
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Ohne Vater, ohne Mutter,
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Einen Traum nur für uns beide.

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Sieh so sprachen Orgeltöne,
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Abends still in Melodeien,
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Und zu wichtig schien die Sache,
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Um sie dir nicht mitzuteilen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Clemens Brentano
(17781842)

* 08.09.1778 in Koblenz-Ehrenbreitstein, † 28.07.1842 in Aschaffenburg

männlich, geb. Brentano

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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