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Dem Ziele seines Erdenlebens nah
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Lag nun Consalvo, und der alte Hader
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Mit seinem Schicksal war gestillt; denn mitten
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Im fünften Lustrum hing schon das ersehnte
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Vergessen ihm zu Häupten. Wie seit lange,
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So lag er auch an seinem Todestage,
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Verlassen von den liebsten Freunden allen.
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Bleibt in der Welt kein Freund doch auf die Länge
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Dem Menschen treu, der sich der Welt verschließt.
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Doch bei ihm war, von Mitgefühl bewegt,
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Den Armen, einsam Scheidenden zu trösten,
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Die immer und allein sein Herz erfüllte,
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Elvira, allverehrt um ihre Schönheit,
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Wohl ihrer Macht bewußt, wohl wissend, daß
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Ein heitrer Blick von ihr, Ein süßes Wort,
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Ihr tausend Mal und tausend nachgesprochen
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In treuester Erinnrung, Trost und Nahrung
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Ihm war in hoffnungsloser Liebesqual,
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Obwohl sie selbst noch nie ein Wort der Liebe
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Von ihm vernommen. Sein Gemüth beherrschte,
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Noch allgewalt'ger als die tiefe Sehnsucht,
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Geheime Scheu. So sehr zum Kind und Sklaven
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Macht' ihn das Uebermaß der Leidenschaft.
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Doch endlich lös'te seiner Zunge Fessel
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Der Tod; denn als er fühlt' an sichern Zeichen,
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Daß seines Scheidens Tag gekommen sei,
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Und sie hinweggehn wollte, fasst' er sie
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An ihrer weißen Hand mit leisem Druck
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Und sprach: Du gehst; die Stunde treibt dich fort.
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Lebwohl, Elvira! Heut wohl seh' ich dich
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Zum letzten Mal. Nun denn ade! Ich sage
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Dir Dank für deine Sorg' und Müh', so innig
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Es nur mein Mund vermag. Ein Höh'rer wird sie
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Dir lohnen, wenn der Himmel Gutthat lohnt. –
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Bleich ward die Schöne, und den Busen hob ihr
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Ein schwerer Seufzer; denn dem Menschen, wär' er
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Auch nur ein Fremder, schnürt doch stets ein Schmerz
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Die Brust zusammen, wenn ein Scheidender
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Für immer Abschied nimmt. Und widersprechen,
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Verhehlen wollte sie das Nahn des Schicksals
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Dem Sterbenden. Doch er kam ihrer Rede
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Zuvor und sagte: Lang ersehnt, du weißt es,
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Und heiß herbeigewünscht, doch nicht gefürchtet
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Kommt über mich der Tod, und dieser Tag
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Des Scheidens dünkt mich froh. Wohl wird mir's schwer,
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Für immer dich zu lassen. Ach, für immer
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Scheid' ich von dir! Das Herz zerschneidet mir
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Dies Wort! Dies Auge soll ich nimmer sehn,
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Noch deine Stimme hören! Sag, bevor du
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Auf ewig von mir gehst, Elvira, willst du
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Nicht einen Kuß mir gönnen? Einen Kuß nur
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In meinem ganzen Leben? Sterbenden
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Versagt man keine Bitte. Auch nicht prahlen
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Kann ich mit dieser Gunst, ich Halberloschner,
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Dem bald, noch heute, fremde Hand die Lippen
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Auf ewig schließen wird. – Nach diesem Wort
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Drückt' er erseufzend seine kalten Lippen
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Inbrünstig auf der Heißgeliebten Hand.
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Unschlüssig, in nachdenklicher Geberde
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Stand erst die Wunderschöne, heftete
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Den Blick, von tausend Reizen sprühend, fest
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Auf den des Unglücklichen, drinnen noch
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Die letzte Thräne glänzte. Und sie bracht' es
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Nicht übers Herz, die Bitte zu versagen,
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Sein traurig Scheiden zu verbittern. Mitleid
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Mit seiner Glut, um die sie wußte, zwang sie.
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Und jenes Himmelsantlitz, jenen Mund,
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Nach dem er heiß geschmachtet, der seit Jahren
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All seinen Träumen sehnlich vorgeschwebt,
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Sanft nähert' sie dem leidenvollen Antlitz,
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Das schon erblichen war von Todeswehen,
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Und drückte Kuß um Kuß, ganz holde Güte
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Und hohes Mitleid, auf die bangen Lippen
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Des Liebenden, der vor Entzücken bebte.
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Wie war dir da? In welchem Licht erschien
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Nun Leben, Tod und Unglück deinen Augen,
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Consalvo, kurz vorm Scheiden? Jene Hand
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Der Theuren, die er noch in seiner hielt,
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Legt' er aufs Herz, drin schon die letzten Schläge
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Des Todes und der Liebe zitterten,
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Und seufzt': Elvira, o Elvira, bin ich
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Noch auf der Erde? Waren diese Lippen
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Ach, ein Gesicht des Jenseits scheint es mir,
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Ein wesenloser Traum! Wie viel, Elvira,
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Wie viel dank' ich dem Tode! Nie zuvor
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War meine Liebe dir verborgen, dir nicht
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Und keinem Andern; wahre Liebe bleibt
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Auf Erden nicht verborgen. Sprach sie doch
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Dir klar genug in Blicken und Geberden
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Und Mienen; ach, in Worten nie. Und jetzt noch
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Wär' stumm geblieben dies unendliche
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Gefühl, das mich beherrscht, hätt' es der Tod,
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Nicht kühn gemacht. Nun sterb' ich ausgesöhnt
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Mit meinem Schicksal und beklag' es nimmer,
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Daß ich das Licht sah. Nicht vergebens lebt' ich,
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Da mir's gegönnt ward, diesen Mund an meinem
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Zu fühlen. Nein, vielmehr beseligt dünkt mir
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Mein Loos. Zwei holde Güter birgt die Welt:
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Liebe und Tod. Dem einen führt der Himmel
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Im Jugendflor mich zu; vom Andern ward mir
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Genug des Glücks zu Theil. Ach, hättst du Einmal,
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Ein einzig Mal dies lange Sehnen mir
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Beschwichtigt und gestillt, die Erde wäre
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Hinfort für immer den bekehrten Augen
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Ein Paradies erschienen. Selbst das Alter,
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Das tiefverhasste Greisenalter hätt' ich
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Gelassnen Muths ertragen; aufrecht hätte
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Mich stets erhalten eines einzigen
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Moments Erinnrung, der Gedank': ich war
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Beglückt vor allen Glücklichen. Doch ach,
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So hohe Wonne gönnt der Himmel nicht
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Dem irdischen Geschöpf. So überschwänglich
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Liebt nicht, wer glücklich liebt. Und gerne drum
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Hätt' ich mich Henkern überliefert, wäre
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Zu Geißelung und Rad und glüh'ndem Eisen
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Geeilt aus deinen Armen und hernach
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Furchtlos hinabgetaucht in ew'ge Qual.
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Elvira, o Elvira, selig Der,
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Sel'ger als alle Götter, dem in Liebe
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Du je zulächelst! Selig ihm zunächst,
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Wer dir sein Blut und Leben opfern kann.
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Es darf, es darf der Mensch – nicht ist's ein Traum,
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Wie lang ich wähnte, – schon auf Erden darf
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Er Glück genießen! Jenen Tag erfuhr ich's,
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Da ich dein Antlitz sah. Wohl sollte dies
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Mir tödtlich werden. Dennoch hab' ich nie
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Mit klaren Sinnen, nie in so viel Aengsten
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Verwünschen können jenen Unheilstag!
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Du lebe glücklich nun, Geliebte, schmücke
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Die Welt mit deinem Antlitz. Keiner wird
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Dich lieben, so wie ich dich liebte. Nie
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Kehrt solche Liebe wieder. Ach, wie schmerzlich
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Hat in den langen Jahren dich der arme
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Consalvo hergewünscht, erseufzt, ersehnt!
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Wie pflegt' ich bei Elvira's Namen zitternd,
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Die Brust von Frost durchschauert, zu erblassen,
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Wenn deine Schwelle gramvoll ich betrat,
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Bei deiner Engelsstimme, bei dem Anblick
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Der weißen Stirn, der ich vorm Tod nicht bebe!
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Doch nun versagt der Athem und das Leben
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Dem Laut der Liebe. Meine Zeit ist um;
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Nicht soll ich dieses Tags mich mehr erinnern.
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Fahrwohl, Elvira! Mit dem Lebensfunken
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Trennt dein geliebtes Bild sich endlich nun
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Von meinem Herzen. Lebewohl! Und zürnst du
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Nicht dieser Liebe, sende morgen, wenn
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Es Nacht wird, einen Seufzer meiner Bahre!