Die Glockenhöhle

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Ludwig Uhland: Die Glockenhöhle (1824)

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Ich weiß mir eine Grotte,
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Gewölbt mit Bergkristalle,
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Die ist von einem Gotte
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Begabt mit seltnem Halle:
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Was jemand sprach, was jemand sang,
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Das wird in ihr zu Glockenklang.

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Dort tauschen zwei Beglückte,
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Bewegt von gleichem Triebe,
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Was längst die Herzen drückte,
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Das erste Ja der Liebe;
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Ein leises Glöcklein stimmt so rein
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Zu einem lautern, vollern ein.

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Dort lassen lust'ge Zecher
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Sich auf der Felsbank nieder,
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Sie schwingen volle Becher
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Und singen trunkne Lieder;
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Nie klang die Grotte so wie heut
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Von Feuerlärm und Sturmgeläut.

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Zween Männer, ernst und sinnig,
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Vereint durch heil'ge Bande,
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Sie reden dort so innig
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Vom deutschen Vaterlande;
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Da tönt die tiefste Kluft entlang
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Ein dumpfer Grabesglockenklang.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Uhland
(17871862)

* 26.04.1787 in Tübingen, † 13.11.1862 in Tübingen

männlich, geb. Uhland

deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler und Landtagsabgeordneter

(Aus: Wikidata.org)

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