Die Eine

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Gottfried August Bürger: Die Eine (1788)

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Nicht selten hüpft, dem Finken gleich im Haine,
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Der Flattersinn mir keck vors Angesicht:
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»warum, warum bist du denn so auf Eine,
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Auf Eine nur bei Tag und Nacht erpicht?

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Ha! glaubst du denn, weil diese dir gebricht,
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Daß Liebe dich mit Keiner mehr vereine?
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Der Gram um sie beflort dein Augenlicht;
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Und freilich glänzt durch diesen Flor dir Keine.

9
Die Welt ist groß, und in der großen Welt
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Blühn schön und süß viel Mädchen noch und Frauen.
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Du kannst dich ja in manches Herz noch bauen.« –

12
Ach, alles wahr! Vom Rhein an bis zum Belt
13
Blüht Reiz genug auf allen deutschen Auen.
14
Was hilft es mir, dem Molly nur gefällt?

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried August Bürger
(17471794)

* 31.12.1747 in Molmerswende, † 08.06.1794 in Göttingen

männlich, geb. Bürger

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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