Sie hen mer gseit im Dorf, i sott's nit tue

Bitte prüfe den Text zunächst selbst auf Auffälligkeiten und nutze erst dann die Funktionen!

Wähle rechts unter „Einstellungen“ aus, welcher Aspekt untersucht werden soll. Unter dem Text findest du eine Erklärung zu dem ausgewählten Aspekt. Nicht jede Anmerkung ist für die Analyse gehaltvoll.

Johann Peter Hebel: Sie hen mer gseit im Dorf, i sott's nit tue Titel entspricht 1. Vers(1793)

1
Sie hen mer gseit im Dorf, i sott's nit tue.
2
Sie hen mer gseit: »Es schickt si nit. Sie zürnt's.
3
Du weisch nit, wie me mit der Fürstin redt
4
in diner guten Einfalt. Blib deheim!«
5
O nei, 's isch nit so, edli Fürstefrau!
6
Nei, d'Liebi het e gueti fini Red,
7
und so ne Gmüet wie eueres zürnt 's nit.
8
Der sind jo in ganz Fürsteberg so lieb
9
Der wüßet's nit, der glaubet's nit, wie lieb.
10
Drum hani denkt, i gang und sageres
11
und bringere mi frumme Segenswunsch
12
und bringere mi treu und dankbar Herz.
13
O Fürstin, euer schöne Name wohnt
14
in alle Herzen, und im Himmel stoht
15
er, denkwohl, au, und isch den Engle lieb.
16
Den Engle gfallt, was frumm und güetig isch
17
und in der Hoheit Demut übt und gern
18
mit Wort und Werk und süßem Blick erfreut.
19
Vergelt's Gott, was dr tüent und was dr sind.
20
Mehr gilt wohl, was men isch, as was me tut.
21
O Frau, es hen der süße Freude viel
22
im Menscheherze Platz, so eng es isch,
23
im Muetterherze gar. Erfüll Gott euch
24
und eue Her mit Freuden ohni Maß,
25
und heig Gott euch und eui Chindli lieb
26
und schenk em Töchterli der Muetter Gmüet,
27
em junge Herli 's Vaters Sinn und Geist!
28
Das isch mis Herze Wunsch zum schöne Tag,
29
zum Name, wo in alle Herze wohnt.
30
O nehmet's güetig uf.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

Einstellungen

    Text teilen & herunterladen

    PDF-Export

    Arbeitsblatt zur Interpretation herunterladen

  • Äußere Form

  • Sprachlich-inhaltliche Analyse

  • Voller Zugriff auf Textopus

    • Interaktive Analyse von über 65.000 Gedichten und über 700 Dramen

    • Zugriff auf mehr als 400 Rezitationen und hilfreiche Epochenübersichten

    • Mit Aufdeckfunktion zum Selbstlernen von Stilmitteln, Kadenzen, Metrum u. v. m.

    Textopus App

    Textopus-App

    € 4,99/Jahr
    In-App-Kauf
    Apple App StoreGoogle Play Store
    Klett Digitale Unterrichtsassistenten

    Für Lehrkräfte

    Kostenlos in ausgewählten Digitalen Unterrichtsassistenten der Deutsch-Lehrwerke des Ernst Klett Verlags
    Deutsch kompetent

Johann Peter Hebel
(17601826)

* 10.05.1760 in Geburtshaus Johann Peter Hebel, † 22.09.1826 in Schwetzingen

männlich, geb. Hebel

deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

Textopus kann Fehler machen. Überprüfe die Informationen. Teils KI-gestützt. Siehe Hinweise zur möglichen Fehleranfälligkeit.