Der Landwehrmann nach dem Frieden

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Johann Peter Hebel: Der Landwehrmann nach dem Frieden (1793)

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Nei lueg, nei lueg am Mattebach
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wer wäscht so spot,
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so blutig rot
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si Plunder us mit Weh und Ach?
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Er luegt si alte Säbel a,
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verschrickt frei drab
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und wäscht en ab
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vom Blut, und luegt en wieder a.
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Er lengt si Sack, er chert en um:
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's isch alles us,
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's fallt nit me drus,
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i gäb ke halbe Chrützer drum.
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E bitzeli Tubak muß er no
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im Pfifli ha:
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er zündet's a;
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du arme Tropf! 's will nümme goh.
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Jez fahrt's en wie ne Schrecken a;
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er schlicht dervo.
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's wird öpper cho:
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de muesch e sufers Gwisse ha.
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Nei lueg, was springt dört übere Hag
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mit frischem Sprung,
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so lieb und jung

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Peter Hebel
(17601826)

* 10.05.1760 in Geburtshaus Johann Peter Hebel, † 22.09.1826 in Schwetzingen

männlich, geb. Hebel

deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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