Chumm, Agethli, und förcht der nit

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Johann Peter Hebel: Chumm, Agethli, und förcht der nit Titel entspricht 1. Vers(1793)

1
Chumm, Agethli, und förcht der nit,
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i merk scho, was de sage witt.
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Chumm, bschau di Götti nonemol,
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und brieg nit so, es isch em wohl.
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Er lit so still und fründli do,
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me meint, er los und hör mi no,
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er lächlet frei, o Jesis Gott,
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as wenn er näumis sage wott.
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Er het e schweri Chranket gha.
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Er seit: »Es griift mi nümmen a,
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der Tod het jez mi Wunsch erfüllt
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und het mi hitzig Fieber gstillt.«
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Er het au menge Chummer gha.
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Er seit: »Es ficht mi nümmen a,
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und wienes goht, und was es git,
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im Chilchhof niede höri's nit.«
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Er het e böse Nochber gha.
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Er seit: »I denk em nümme dra,
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und was em fehlt, das tröst en Gott
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und gebem au ne sanfte Tod.«
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Er het au sini Fehler gha.
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's macht nüt! Mer denke nümme dra.
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Er seit: »I bi jez frei dervo,
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's isch nie us bösem Herze cho.«
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Er schloft, und luegt di nümmen a,
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und het so gern si Gotte gha.
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Er seit: »Wills Gott, mer werde scho
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im Himmel wieder zsemme cho!«
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Gang, Agethli, und denk mer dra!
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De hesch e brave Götti gha.
31
Gang, Agethli, und halt di wohl!
32
Di Stündli schlacht der au ne mol.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Peter Hebel
(17601826)

* 10.05.1760 in Geburtshaus Johann Peter Hebel, † 22.09.1826 in Schwetzingen

männlich, geb. Hebel

deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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