Die Feldhüter

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Johann Peter Hebel: Die Feldhüter (1793)

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Hinte Wald und Berg bis an die duftige Wulke,
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vorne Matte voll Chlee, und Saat und goldene Lewat,
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stoht e Hütten im Feld und in der einsame Mittnacht.
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Numme d'Sterne wachen, und numme no d'Feldberger Wiese,
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und der Schuhu im Wald und öbbe Geister und Hirze.
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Aber im Hüttli sitzen und hüte die buschige Felder
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's Meiers muntere Fritz und 's Müllers lockige Heiner
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»heinerli«, seit der Fritz, »der Schlof goht lisli um d'Hütte.
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Lueg, jez chuunt er is inen, und lueg doch weger, er het di!
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Weidli, chumm ins Grün! Mer wenn im lieblige Wechsel
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mitenander singen. Es weiht e lustige Nachtluft,
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gvätterlet mittem Laub und exerzirt mit de Halme:
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»rechts um kehrt euch! Links her stellt euch! Nonemol rechts um!«
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Aber 's Müllers Heiner mit siner lockige Stirne
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streckt si und stoht uf, und sucht si gläserni Röhre.
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»fritzli, stoß mi nit!« Jez stehn sie gegen enander,
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der am Chriesibaum, der an der duftige Linde,
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und probire d'Tön in ihrer Höchi und Tiefi,
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setzen ab, und setzen a. »Sing, Heinerli, du z'erst!«
20
seit der Fritz, »de hesch doch, traui, näume ne Schätzli.«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Peter Hebel
(17601826)

* 10.05.1760 in Geburtshaus Johann Peter Hebel, † 22.09.1826 in Schwetzingen

männlich, geb. Hebel

deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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