Der Archipelagus

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Friedrich Hölderlin: Der Archipelagus (1826)

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Kehren die Kraniche wieder zu dir? und suchen
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zu deinen
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Ufern wieder die Schiffe den Lauf? umathmen er-
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wünschte
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Lüfte dir die beruhigte Flut, und sonnet der Delphin,
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Aus der Tiefe gelockt, am neuen Lichte den Rücken?
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Blüht Jonien? ist es die Zeit? denn immer im
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Frühling,
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Wenn den Lebenden sich das Herz erneut und die
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erste
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Liebe den Menschen erwacht, und goldner Zeiten
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Erinnrung,
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Komm' ich zu dir, und grüß' in deiner Stille dich,
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Alter!

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Immer, Gewaltiger! lebst du noch und ruhest im
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Schatten
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Deiner Berge, wie sonst; mit Jünglingsarmen
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umfängst du
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Noch dein liebliches Land, und deiner Töchter, o
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Vater,
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Deiner Inseln ist noch, der blühenden, keine ver-
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loren.
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Kreta steht, und Salamis grünt, umdämmert von
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Lorbeern,
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Rings von Stralen umblüht, erhebt zur Stunde
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des Aufgangs
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Delos ihr begeistertes Haupt, und Cenos und
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Chios
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Haben der purpurnen Früchte genug, von trun-
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kenen Hügeln
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Quillt der Cypriertrank, und von Kalauria fallen
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Silberne Bäche, wie einst, in die alten Wasser
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des Vaters.
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Alle leben sie noch, die Heroenmütter, die Inseln,
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Blühend von Jahr zu Jahr, und wenn zu Zeiten,
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vom Abgrund
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Losgelassen, die Flamme der Nacht, das untre
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Gewitter,
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Eine der Holden ergriff und die Sterbende dir in
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den Schooß sank,
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Göttlicher! du, du dauertest aus, denn über den
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dunkeln
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Tiefen ist Manches schon dir auf und unterge-
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gangen.

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Auch die Himmlischen, sie , die Kräfte der Höhe
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die stillen,
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Die den heiteren Tag und süßen Schlummer und
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Ahnung
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Fernher bringen über das Haupt der fühlenden
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Menschen
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Aus der Fülle der Macht, auch sie, die alten Ge-
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spielen,
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Wohnen, wie einst, mit dir, und oft am däm-
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mernden Abend,
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Wenn von Asiens Bergen herein das heilige
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Mondlicht
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Kömmt und die Sterne sich in deiner Woge be-
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gegnen,
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Leuchtest du von himmlischem Glanz, und so, wie
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sie wandeln,
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Wechseln die Wasser dir, es tönt die Weise der
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Brüder
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Droben, ihr Nachtgesang im liebenden Busen dir
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wieder.
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Wenn die allverklärende dann, die Sonne des
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Tages,
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Sie, des Orients Kind, die Wunderthätige, da ist,
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Dann die Lebenden all im goldenen Traume be-
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ginnen,
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Den die Dichtende stets des Morgens ihnen be-
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reitet,
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Dir, dem trauernden Gott, dir sendet sie froheren
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Zauber,
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Und ihr eigen freundliches Licht ist selber so schön
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nicht,
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Denn das Liebeszeichen, der Kranz, den immer,
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wie vormals,
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Deiner gedenk, doch sie um die graue Locke dir
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windet.
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Und umfängt der Aether dich nicht, und kehren
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die Wolken,
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Deine Boten, von ihm mit dem Göttergeschenke,
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dem Strale
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Aus der Höhe dir nicht? Dann sendest du über
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das Land sie,
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Daß am heißen Gestad die gewittertrunkenen Wälder
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Rauschen und wogen mit dir, daß bald, dem wan-
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dernden Sohn gleich,
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Wenn der Vater ihn ruft, mit den tausend Bä-
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chen Mäander
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Seinen Irren enteilt, und aus der Ebne Kayster
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Dir entgegen frohlockt, und der Erstgeborne, der Alte,
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Der zu lange sich barg, dein majestätischer Nil itzt
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Hochherschreitend aus fernem Gebirg, wie im
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Klange der Waffen,
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Siegreich kömmt und die offenen Arme der seh-
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nende reichet.

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Dennoch einsam dünkest du dir, in schweigender
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Nacht hört
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Deine Weheklage der Fels, und öfters entflieht dir
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Zürnend von Sterblichen weg die geflügelte Woge
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zum Himmel.
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Denn es leben mit dir die edlen Lieblinge immer,
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Die dich geehrt, die einst mit den schönen Tem-
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peln und Städten
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Deine Gestade bekränzt, und immer suchen und
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missen,
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Immer bedürfen ja, wie Heroen den Kranz, die
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geweihten
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Elemente zum Ruhme das Herz der fühlenden
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Menschen.

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Sage, wo ist Athen? ist über den Urnen der
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Meister
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Deine Stadt, die geliebteste dir, an den heiligen
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Ufern
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Trauernder Gott, dir ganz in Asche zusammen
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gesunken?
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Oder ist noch ein Zeichen von ihr, daß etwa der
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Schiffer,
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Wenn er vorüber kömmt, sie nenn' und ihrer ge-
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denke?
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Stiegen dort die Säulen empor und leuchteten
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dort nicht
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Sonst vom Dache der Burg herab die Götterge-
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stalten?
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Rauschte dort die Stimme des Volks, die stür-
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mischbewegte,
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Aus der Agora nicht her, und eilt' es aus freu-
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digen Pforten
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Dort die Gassen dir nicht zu gesegnetem Hafen
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herunter?
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Siehe! da löste sein Schiff der fernhinsinnende
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Kaufmann,
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Froh, denn es wehet' ihm auch die beflügelnde
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Luft und die Götter
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Liebten so, wie den Dichter, auch ihn, dieweil er
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die guten
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Gaben der Erd' ausglich und Fernes Nahem vereinte.
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Fern nach Eypros ziehet er hin und ferne nach
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Tyros,
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Strebt nach Kolchis hinauf und hinab zum alten
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Aegyptos,
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Daß er Purpur und Wein und Korn und Vliesse
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gewinne
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Für die eigene Stadt, und öfters über des kühnen
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Herkules Säulen hinaus, zu neuen seligen Inseln
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Tragen die Hoffnungen ihn und des Schiffes Flü-
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gel, indessen,
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Anders bewegt, am Gestade der Stadt ein ein-
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samer Jüngling
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Weilt, und die Woge belauscht, und Großes ahnet
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der Ernste,
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Wenn er zu Füßen so des erderschütternden Meisters
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Lauschet und sitzt, und nicht umsonst erzog ihn der
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Meergott.

(Hölderlin, Friedrich: Gedichte. Stuttgart u. a., 1826.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Friedrich Hölderlin
(17701843)

* 20.03.1770 in Lauffen am Neckar, † 07.06.1843 in Tübingen

männlich, geb. Q114498136

deutscher Lyriker (1770-1843)

(Aus: Wikidata.org)

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