5.

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Friedrich Hölderlin: 5. (1826)

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Aber indeß wir schaun und die mächtige Freude
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durchwandeln,
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Fliehet der Weg und der Tag uns, wie den
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Trunkenen, hin.
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Denn mit heiligem Laub umkränzt erhebet die
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Stadt schon,
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Die gepriesene, dort, leuchtend ihr priesterlich
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Haupt.
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Herrlich steht sie, und hält den Rebenstab und die
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Tanne
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Hoch in den seligen purpurnen Wolken empor.
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Sey uns hold, dem Gast und dem Sohn, o Für-
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stin der Heimath,
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Glückliches Stuttgart! nimm freundlich den
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Fremdling mir auf!
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Immer hast du Gesang mit Flöten und Saiten
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gebilligt,
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Wie ich glaub', und des Lieds kindlich Geschwätz,
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und der Mühn
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Süße Vergessenheit bei gegenwärtigem Geiste,
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Drum erfreuest du auch gerne den Sängern das
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Herz.
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Aber ihr, ihr Größeren auch, ihr Frohen, die
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allzeit
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Leben und walten, erkannt, oder gewaltiger auch,
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Wenn ihr wirket und schafft in heiliger Nacht und
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alleinherrscht,
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Und allmählig emporziehet ein ahnendes Volk,
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Bis die Jünglinge sich der Väter droben erinnern,
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Mündig und hell vor euch steht der besonnene
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Mensch.
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Engel des Vaterlands! o ihr, vor denen das Auge,
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Sey's auch stark, und das Knie bricht dem
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vereinzelten Mann,
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Daß er halten sich muß an die Freund' und bitten
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die Theuern,
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Daß sie tragen mit ihm all die beglückende Last,
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Habt, o Gütige, Dank für den und alle die Andern,
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Die mein Leben, mein Gut unten den Sterb-
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lichen sind.

(Hölderlin, Friedrich: Gedichte. Stuttgart u. a., 1826.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Friedrich Hölderlin
(17701843)

* 20.03.1770 in Lauffen am Neckar, † 07.06.1843 in Tübingen

männlich, geb. Q114498136

deutscher Lyriker (1770-1843)

(Aus: Wikidata.org)

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