2.

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Friedrich Hölderlin: 2. (1826)

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Aber meinest du nun, es haben die Thore ver-
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gebens
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Aufgethan und den Weg freudig die Götter
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gemacht?
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Und es schenken umsonst zu des Gastmahls Fülle
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die Guten
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Nebst dem Weine noch auch Blumen und Honig
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und Obst?
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Schenken das purpurne Licht zu Festgesängen, und
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kühl und
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Ruhig zu tieferem Freundesgespräche die Nacht?
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Hält ein Ernsteres dich, so spar's dem Winter,
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und willst du
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Freien, habe Geduld, Freier beglücket der Mai.
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Jetzt ist Anderes Noth, jetzt komm und feire des
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Herbstes
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Alte Sitte, noch jetzt blühet die edle mit uns.
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Eins nur gilt für den Tag, das Vaterland, und
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des Opfers
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Festlicher Flamme wirft jeder sein Eigenes zu.
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Darum kränzt der gemeinsame Gott umsäuselnd
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das Haar uns,
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Und den eigenen Sinn schmelzet, wie Perlen,
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der Wein.
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Dieß bedeutet der Tisch, der gelehrte, wenn, wie
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die Bienen,
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Rund um den Eichbaum, wir sitzen und singen
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um ihn.
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Dieß der Pokale Klang und darum zwinget die wilden
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Seelen der streitenden Männer zusammen der
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Chor.

(Hölderlin, Friedrich: Gedichte. Stuttgart u. a., 1826.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Friedrich Hölderlin
(17701843)

* 20.03.1770 in Lauffen am Neckar, † 07.06.1843 in Tübingen

männlich, geb. Q114498136

deutscher Lyriker (1770-1843)

(Aus: Wikidata.org)

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